Auch in Deutschland breitet sich die Omikron-Variante rasant aus. Bisher wurde bereits 10'000 bestätigte Fälle registriert.
Eine Mitarbeiterin eines Landesgesundheitsamts pipettiert Corona-Proben. Foto: Marijan Murat/dpa
Eine Mitarbeiterin eines Landesgesundheitsamts pipettiert Corona-Proben. Foto: Marijan Murat/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In Deutschland gibt es bereits über 10'000 registrierte Infektionen mit Omikron.
  • Damit ist die Anzahl gegenüber dem Vortag um 45 Prozent angestiegen.
  • Das RKI rechnet in den nächsten Tagen mit einer «hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen».

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der in Deutschland offiziell übermittelten sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle stark gestiegen.

10'443 Fälle würden nun der neuen Corona-Variante zugeordnet, 45 Prozent mehr als am Vortag. Das hiess es am Dienstag auf einer Übersichtsseite des staatlichen Robert Koch-Instituts (RKI) (Datenstand 28. Dezember).

Die Zahl bezieht sich auf Fälle im November und Dezember. Die meisten Nachweise stammen mit 6257 aus der vergangenen Woche (Vorwoche: 2904).

RKI rechnet mit signifikant mehr Fällen

Drei Menschen aus der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre und jemand aus der Gruppe 35 bis 59 Jahre sind gestorben. Von 124 Fällen gab es die Information, dass sie ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Bei 148 lagen Angaben vor, dass es sich um eine Reinfektion handelt - also eine Ansteckung trotz früherer Corona-Infektion.

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Eine Pflegemitarbeiterin führt einen PCR-Test gegen das Coronavirus bei einer älteren Dame durch. - Keystone

Eine Grafik zur zeitlichen Entwicklung zeigt einen steilen Anstieg der wöchentlich gemeldeten Zahlen in Verbindung mit Omikron. Für die laufende Woche rechnet das RKI mit einer «hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen». Die Angaben beziehen sich laut RKI auf Nachweise mittels vollständiger Erbgutanalysen sowie auf labordiagnostischen Verdacht durch variantenspezifische PCR-Tests. In Deutschland wird nur ein kleiner Teil der positiven Probe auf Varianten hin untersucht.

Seit Ende November war die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland stetig gesunken. Die von der Delta-Variante ausgelöste vierte Welle schien gebrochen.

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