Berlinale: Gespräch mit Intendantin soll fortgesetzt werden

Keystone-SDA
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Deutschland,

Bei einer Krisensitzung zur Berlinale ist nach Angaben der deutschen Regierung keine Entscheidung über die Zukunft der Intendantin der Filmfestspiele, Tricia Tuttle, getroffen worden.

Berlinale Direktorin Tricia Tuttle
Die Direktorin der Berlinale, Tricia Tuttle, spricht bei der Preisverleihung der unabhängigen Jurys im Rahmen der Berlinale. - keystone

«Heute Morgen fand eine Aufsichtsratssitzung der KBB GmbH im Kanzleramt statt. Thema war die Berlinale», teilte ein Sprecher von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mit. «Die Gespräche über die Ausrichtung der Berlinale werden in den kommenden Tagen zwischen der Intendantin, Tricia Tuttle, und dem Aufsichtsratsgremium fortgesetzt.»

Weimer hatte die ausserordentliche Aufsichtsratssitzung wenige Tage nach Ende der diesjährigen Berlinale einberufen. Laut «Bild»-Zeitung war es möglich, dass Tuttle vorzeitig ihren Posten verlässt. Die US-Amerikanerin leitet die Berlinale seit 2024. Hunderte Filmschaffende sprachen sich in einem offenen Brief gegen eine mögliche Abberufung von Tuttle aus. Während des diesjährigen Festivals hatte es mehrfach Debatten zum Umgang mit dem Gaza-Krieg gegeben.

Kommentare

User #5852 (nicht angemeldet)

Man kann nicht einerseits die Berlinale als 'das politischste Filmfestival von allen' bewerben und andererseits die freie Meinungsäusserung unterbinden wollen. Sofern sie nicht gegen Gesetze verstossen, muss man auch kontroverse Meinungen zulassen. Es ist aber nicht die Aufgabe der Intendantin, als oberste Zensurbehörde zu agieren.

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