Bergsteiger (61) muss sich ganze Nacht in Felswand festhalten

Simon Binz
Simon Binz

Deutschland,

Ein Bergsteiger war in Oberbayern (D) beinahe abgestürzt und musste sich eine ganze Nacht lang in einer Felswand festhalten.

Kletterer Bergsteiger
Ein Kletterer musste in Deutschland eine ganze Nacht lang in einer Felswand aushalten. - Bergwacht Ruhpolding

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Bergkletterer musste in Deutschland vor dem Absturz gerettet werden.
  • Der Mann hatte sich verstiegen und musste eine Nacht in einer Felswand ausharren.
  • Laut den Bergrettern war er in allerhöchster Not und konnte sich kaum noch festhalten.

Fast wäre er auf einer Höhe von etwa 1750 Metern abgestürzt – doch seine Ausdauer rettete ihm das Leben. Die Rede ist von einem Bergsteiger, der in Oberbayern (D) am Sonntagshorn eine ganze Nacht lang ausharren musste. Was war passiert?

Der Bergsteiger war laut der Bergwacht Ruhpolding am Freitagvormittag alleine zu einer Tour aufgebrochen. Dabei soll er sich in der anspruchsvollen Nordwand in den Chiemgauer Alpen verstiegen haben.

Bist du schon einmal an einem Berg geklettert?

Auf Facebook heisst es: «Auf einer Höhe von etwa 1750 Metern war der Mann vom Weg abgekommen und konnte nicht mehr selbständig weiter klettern.»

Für den Bergsteiger gab es demnach kein vor und zurück mehr. Deshalb musste er die ganze Nacht lang in der Felswand ausharren. Immer wieder rief er laut um Hilfe, doch niemand hörte ihn. Handyempfang hatte er keinen.

Rettungshelikopter Bergretter
Ein Rettungshelikopter wurde losgeschickt, um den Bergretter von der Steilwand zu befreien. - Bergwacht Ruhpolding

Erst am Samstagmorgen gegen 8 Uhr hörte ein Passant den Kletterer und alarmierte den Notruf. Die Bergwacht setzte demnach sofort einen Rettungshelikopter ein und liess vier Bergretter absetzen.

Die Einsatzkräfte hätten eine Abseilstelle aufgebaut. Sie seilten einen Retter zu dem Mann ab. Dieser sei in allerhöchster Not gewesen.

Die Bergwacht beschreibt die dramatische Lage wie folgt: «Er versuchte, sich krampfhaft mit Händen und Füssen im Steilgelände festzuhalten. Doch das Gestein um ihn herum war flächendeckend locker und brüchig.»

Bergretter
Mit einer Konstruktion seilten sich die Retter zu dem Mann ab. - Bergwacht Ruhpolding

Wie die Bergretter weiter erwähnen, sei der Kletterer «über Stunden Stück für Stück» immer weiter abgerutscht. Zum Schluss habe er direkt über einer Abbruchkante gehangen. Die Bergretter konnten den Mann schliesslich mit einem Seil sichern – und zwar kurz bevor er wirklich abzustürzen drohte.

Per Helikopter wurde der 61-Jährige ins Tal gebracht. Der Mann aus dem Landkreis Rosenheim sei erschöpft und dehydriert gewesen, ansonsten blieb er aber unverletzt. Er wurde sofort in einem Spital behandelt.

Bergretter
Über Nacht war der Kletterer immer weiter abgerutscht, wäre fast 1750 Meter in den Tod gestürzt. - Bergwacht Ruhpolding

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Kommentare

User #6894 (nicht angemeldet)

Jetzt kommen schon wieder diese Rettungshelikopter, dabei gehen wir doch genau deshalb klettern. Sogar in der Nacht entdecken sie uns, wir wissen gar nicht mehr was tun um diese teueren Helfer fern zu halten.

User #2311 (nicht angemeldet)

Ich bin mal 80 Meter abgestürzt. Wie der sich so lange halten konnte ist unglaublich. Bei mir war nach 5 Minuten die Kraft weg. Dank den Bäumen hab ich überlebt aber schwer verletzt und vielen Knochenbrüche.

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