Bergsteiger (61) muss sich ganze Nacht in Felswand festhalten
Ein Bergsteiger war in Oberbayern (D) beinahe abgestürzt und musste sich eine ganze Nacht lang in einer Felswand festhalten.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Bergkletterer musste in Deutschland vor dem Absturz gerettet werden.
- Der Mann hatte sich verstiegen und musste eine Nacht in einer Felswand ausharren.
- Laut den Bergrettern war er in allerhöchster Not und konnte sich kaum noch festhalten.
Fast wäre er auf einer Höhe von etwa 1750 Metern abgestürzt – doch seine Ausdauer rettete ihm das Leben. Die Rede ist von einem Bergsteiger, der in Oberbayern (D) am Sonntagshorn eine ganze Nacht lang ausharren musste. Was war passiert?
Der Bergsteiger war laut der Bergwacht Ruhpolding am Freitagvormittag alleine zu einer Tour aufgebrochen. Dabei soll er sich in der anspruchsvollen Nordwand in den Chiemgauer Alpen verstiegen haben.
Auf Facebook heisst es: «Auf einer Höhe von etwa 1750 Metern war der Mann vom Weg abgekommen und konnte nicht mehr selbständig weiter klettern.»
Für den Bergsteiger gab es demnach kein vor und zurück mehr. Deshalb musste er die ganze Nacht lang in der Felswand ausharren. Immer wieder rief er laut um Hilfe, doch niemand hörte ihn. Handyempfang hatte er keinen.

Erst am Samstagmorgen gegen 8 Uhr hörte ein Passant den Kletterer und alarmierte den Notruf. Die Bergwacht setzte demnach sofort einen Rettungshelikopter ein und liess vier Bergretter absetzen.
Die Einsatzkräfte hätten eine Abseilstelle aufgebaut. Sie seilten einen Retter zu dem Mann ab. Dieser sei in allerhöchster Not gewesen.
Die Bergwacht beschreibt die dramatische Lage wie folgt: «Er versuchte, sich krampfhaft mit Händen und Füssen im Steilgelände festzuhalten. Doch das Gestein um ihn herum war flächendeckend locker und brüchig.»

Wie die Bergretter weiter erwähnen, sei der Kletterer «über Stunden Stück für Stück» immer weiter abgerutscht. Zum Schluss habe er direkt über einer Abbruchkante gehangen. Die Bergretter konnten den Mann schliesslich mit einem Seil sichern – und zwar kurz bevor er wirklich abzustürzen drohte.
Per Helikopter wurde der 61-Jährige ins Tal gebracht. Der Mann aus dem Landkreis Rosenheim sei erschöpft und dehydriert gewesen, ansonsten blieb er aber unverletzt. Er wurde sofort in einem Spital behandelt.












