Guterres zu Bürgerkrieg im Sudan: «Dieser Albtraum muss enden»
Vertreter der Vereinten Nationen haben auf der dritten internationalen Sudan-Konferenz in Berlin an die internationale Gemeinschaft zu dringender humanitärer Hilfe im Bürgerkriegsland Sudan appelliert. «Dieser Albtraum muss enden», sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres in einer Videobotschaft zu den Teilnehmern der Konferenz, die von der Bundesregierung, den USA, Grossbritannien, Frankreich sowie Europäischer und Afrikanischer Union ausgerichtet wird.

«Die internationale Gemeinschaft hat die sudanesischen Menschen wirklich im Stich gelassen», sagte der stellvertretende Leiter des Welternährungsprogramms WFP, Carl Skau, über seine Eindrücke während eines Besuchs in der Region Darfur in den vergangenen Tagen. «Sie hat dabei versagt, den Ausbruch dieses schrecklichen Kriegs zu verhindern, und sie hat beim Schutz der Zivilbevölkerung, der Frauen und Kinder, versagt.»
Humanitäre Organisationen seien in der Lage, Leid zu lindern – doch die Helfer müssten in der Lage sein, sicher und ungehindert zu arbeiten. Zudem werde mehr Geld zur Finanzierung der Hilfe benötigt. «Derzeit kann sich das WFP nicht einmal volle Rationen in Gebieten leisten, in denen Hunger herrscht.»
UN-Nothilfe-Koordinator Tom Fletcher sagte, der Sudan sei ein «Laboratorium der Gräueltaten». 34 Millionen Menschen im Sudan seien auf Hilfe angewiesen, 19 Millionen Menschen litten Hunger, zehn Millionen Kinder hätten keinen Zugang zur Schule. Ein UN-Hilfsplan sehe vor, 14 Millionen Menschen zu erreichen, doch dazu seien 2,2 Milliarden Dollar nötig.










