Benzin in Deutschland wird teurer – Diesel legt stark zu
Benzin und Diesel werden in Deutschland wieder teurer. Nach dem Ende des Tankrabatts steigen die Spritpreise deutlich an.

Die Preise für Benzin und Diesel haben in Deutschland zuletzt erneut angezogen. Laut dem «NDR» kostete ein Liter Super im bundesweiten Durchschnitt am 16. Juli 2026 rund 2,17 Euro.
Auch Diesel verteuerte sich deutlich und lag nach Angaben des Senders bei durchschnittlich 2,13 Euro pro Liter. Vor Beginn des Iran-Kriegs waren die Kraftstoffpreise noch wesentlich niedriger.
Laut der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe lag der Durchschnittspreis für Super damals bei etwa 1,83 Euro je Liter. Diesel kostete zu diesem Zeitpunkt rund 1,75 Euro pro Liter.
Strasse von Hormus im Fokus: Ölpreis beeinflusst Spritpreise
Der Anstieg folgt auf das Ende des Tankrabatts, der die Preise zuvor zeitweise gesenkt hatte. Die Bundesregierung hatte die Energiesteuer für zwei Monate reduziert, die Regelung lief Ende Juni 2026 aus, berichtet der «NDR».
Ein wesentlicher Faktor für die aktuellen Entwicklungen ist der gestiegene Rohölpreis. Die Ölpreise legten nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 deutlich zu.
Zwischenzeitlich war die wichtige Strasse von Hormus durch die Spannungen stark beeinträchtigt. Über diese Route werden rund 30 Prozent des weltweit verschifften Öls transportiert.
Diesel bleibt krisenanfälliger als Benzin
Durch eine Waffenruhe entspannte sich die Lage teilweise, sodass erste Schiffe die Verbindung wieder nutzten. Die Auswirkungen auf die Kraftstoffmärkte blieben jedoch weiterhin spürbar.
Besonders Diesel gilt als krisenanfälliger Kraftstoff. Dem «NDR» zufolge hängt dies mit der Bedeutung für Industrie und Energieversorgung sowie der stärkeren Importabhängigkeit Deutschlands zusammen.
Neben der Preisentwicklung bleibt auch die Wahl der Benzinsorte ein Thema für Autofahrer. Viele Menschen in Deutschland greifen weiterhin häufiger zu Super E5 als zu Super E10.
Benzin: E10 bleibt in Deutschland unbeliebt
E5 erreicht beim Superbenzin in Deutschland einen Marktanteil von etwa 66 Prozent, berichtet die «Schwäbische Zeitung». E10 kommt demnach auf rund 28 Prozent, obwohl der Kraftstoff seit 2011 flächendeckend verfügbar ist.
In Österreich ist die Situation anders. Dort hat Super E10 beim Superbenzin einen Marktanteil von nahezu 100 Prozent.

Viele deutsche Autofahrer nutzen bei Fahrten ins Nachbarland dennoch E10, wenn dadurch günstigere Preise möglich sind. Laut dem Bericht können die Preisunterschiede teilweise rund 15 Cent pro Liter betragen.
Dieselpreis nähert sich wieder dem Benzinpreis
Auch der Abstand zwischen Diesel und Benzin hat sich zuletzt deutlich verändert. Laut der «Vision Mobility» stieg der Dieselpreis innerhalb einer Woche um fast 12 Cent.
Der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel lag demnach bei rund 2,07 Euro. Super E10 verteuerte sich ebenfalls und kostete etwa 2,08 Euro pro Liter.
Normalerweise liegt Diesel aufgrund der niedrigeren Besteuerung unter dem Benzinpreis. Der Abstand schrumpfte zuletzt jedoch auf wenige Cent.












