Wetter

    «Bella Italia» zwischen Hitze, Unwettern und Alarmstufen

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Italien erlebt extremes Wetter mit Gewittern im Norden und Hitzewarnungen in Städten wie Rom und Mailand.

    Rom
    Menschen kühlen sich an einem Springbrunnen vor dem Pantheon in Rom ab. (Archivbild) - dpa

    In Italien herrschen derzeit teilweise extreme Wetterbedingungen: Während es im Norden zu heftigen Gewittern und Starkregen kommt, herrschen in vielen Regionen des Landes anhaltend hohe Temperaturen.

    Das Gesundheitsministerium hat für mehrere Städte die höchste Hitzewarnstufe ausgerufen – darunter Rom, Mailand, Bologna und Florenz. In den kommenden Tagen werden in den Grossstädten Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet, wobei es nachts kaum abkühlt und teilweise die 25 Grad nicht unterschritten werden.

    Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung

    In der Nähe von Bologna starb am Montag ein 47-Jähriger, der in der Mittagshitze auf einer Baustelle kollabierte. Die Behörden prüfen, ob die hohen Temperaturen für seinen Tod mitverantwortlich waren. Italienischen Medien zufolge soll er auch Vorerkrankungen gehabt haben.

    Um Menschen zu schützen, die draussen körperliche Arbeit leisten müssen, gelten in mehreren Regionen – darunter die Lombardei, Sizilien, Apulien und die Toskana – Sonderverordnungen. Dort ist Arbeiten im Freien während der heissen Mittagsstunden zwischen 12.30 Uhr und 16 Uhr an besonders heissen Tagen untersagt. Die Regelungen gelten je nach Region bis Mitte September.

    Auch andere Massnahmen wurden ergriffen: In Genua dürfen Menschen über 70 Jahren öffentliche Verkehrsmittel ab 7.30 Uhr kostenlos nutzen – mit dem Ziel, Wege möglichst in den kühleren Tagesstunden zu erledigen. In den Städten gibt es Kühlstationen, auch in Rom wird Wasser besonders rundum touristische Hotspots verteilt.

    Unwetter im Norden – ein Todesopfer

    Während der Süden schwitzt, sorgten Unwetter im Norden für Schäden und Gefahren. Der italienische Zivilschutz hat am Dienstag die Bevölkerung vor Gewittern in den Regionen Lombardei, Emilia-Romagna und Venetien gewarnt.

    In Bardonecchia, in den norditalienischen Alpen, trat der Fluss Frejus über die Ufer und forderte ein Todesopfer. Auch an anderen Orten hinterliess das Unwetter Spuren: So kam es zu einem neuen Erdrutsch in San Vito di Cadore (Region Venetien), der die Staatsstrasse 51 auf mehreren Hundert Metern blockierte und die Zufahrt zum Skigebiet Cortina d’Ampezzo erschwerte. Personen oder Fahrzeuge wurden nicht getroffen. Räumungsarbeiten sind im Gange.

    Auf internationaler Strecke wurde der Zugverkehr zwischen Paris und Mailand aufgrund des schlechten Wetters in den französischen Alpen für mindestens mehrere Tage eingestellt, wie die französische Bahngesellschaft SNCF mitteilte.

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