Wetter

    Kann ich bei schlechtem Wetter meine Ferien gratis stornieren?

    Travelnews
    Travelnews

    Zürich,

    Statt Sonne gibt es am Mittelmeer Dauerregen und Kälte. Travelnews erklärt, welche Möglichkeiten Reisende bei schlechtem Ferienwetter haben.

    Heftige Regenfälle und Überschwemmungen haben in den vergangenen Tagen die Herbstferien vieler Reisender am Mittelmeer beeinträchtigt. Bild: Adobe Stock
    Heftige Regenfälle und Überschwemmungen haben in den vergangenen Tagen die Herbstferien vieler Reisender am Mittelmeer beeinträchtigt. - Adobe Stock

    Die Ferien sollen die schönste Zeit des Jahres sein. Die einen möchten möglichst viel faulenzen und die Seele baumeln lassen. Die anderen suchen Abwechslung, spannende Erlebnisse und neue Entdeckungen, um sich vorübergehend von den Alltagssorgen zu befreien.

    Für beide gilt: Gutes Wetter trägt wesentlich zu gelungenen Ferien bei. Besonders dann, wenn man ganz bewusst eine Destination gebucht hat, die Sonne, Wärme und T-Shirt-Wetter verspricht.

    Umso grösser ist die Enttäuschung, wenn das Wetter am Ferienort schlechter ist als zu Hause. Statt Sonnenschein gibt es Dauerregen. Und die Temperaturen laden eher zum Frösteln ein als zu einem gemütlichen Apéro am Strand.

    Genau das haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer erlebt, die ihre wohlverdienten Herbstferien am Mittelmeer verbrachten. In Teilen Spaniens, Griechenlands und Frankreichs regnete es fast pausenlos. Mancherorts kam es sogar zu massiven Überschwemmungen.

    Regen kaltfront
    Eine Annullationsversicherung übernimmt die Kosten bei gewöhnlichem Schlechtwetter normalerweise nicht. (Symbolbild) - keystone

    Statt am Strand ein Buch zu lesen oder die Umgebung zu erkunden, sassen viele Feriengäste in ihren Hotels fest.

    Besonders ärgerlich: Die Wetterprognosen hatten das schlechte Wetter bereits Tage zuvor angekündigt.

    Da stellt sich die Frage: Muss man trotzdem in die verregneten Ferien fliegen? Oder kann man seine Reise kostenlos stornieren oder umbuchen, um stattdessen an einem sonnigeren Ort zu landen?

    Regen allein reicht nicht

    Die Rechtslage in der Schweiz ist klar: Regen, Wind oder ungewöhnlich tiefe Temperaturen berechtigen Reisende nicht automatisch dazu, ihre Ferien kostenlos zu stornieren oder umzubuchen.

    Solange Flug, Hotel und weitere Leistungen wie vereinbart verfügbar sind, haben Reisende keinen Anspruch auf eine kostenlose Umbuchung oder Annullation.

    Reise-Newsletter abonnieren

    Interessieren Sie sich mehr für Hintergrundberichte, Reisereportagen und neue Ideen für den nächsten Trip statt für Wirtschaftszahlen der Airlines und Reiseveranstalter? Wollen Sie wissen, was in der vergangenen Woche auf der ganzen Welt passiert ist?

    Dann abonnieren Sie den Best-Of-Newsletter von Travelnews.ch und lassen Sie sich immer samstags die besten Storys gratis ins E-Mail-Postfach liefern.

    Das bestätigt Janine Zimmerli, Sprecherin von Dertour Suisse, gegenüber Travelnews: «Grundsätzlich gelten die vertraglich vereinbarten Bedingungen.»

    Wer wegen einer schlechten Wetterprognose lieber an eine sonnigere Destination reisen möchte, muss deshalb meist selbst für die Mehrkosten aufkommen.

    «Entscheidend ist nicht allein die Wettervorhersage, sondern ob die gebuchten Reiseleistungen vor Ort tatsächlich erheblich beeinträchtigt sind. Oder nicht mehr erbracht werden können», so Zimmerli.

    Ist ein Hotel wegen Hochwassers nicht erreichbar oder fallen wesentliche Leistungen einer Pauschalreise aus: Dann können Reisende unter bestimmten Voraussetzungen eine Alternative verlangen oder ihr Geld zurückfordern. Dertour Suisse prüft solche Fälle individuell.

    Hat dir schlechtes Wetter schon einmal die Ferien verdorben?

    «Je nach Situation können dazu auch Umbuchungen oder alternative Leistungen gehören.» Wer Flug und Hotel separat gebucht hat, muss sich hingegen stärker nach den jeweiligen Vertragsbedingungen richten.

    Auch eine Annullationsversicherung übernimmt die Kosten bei gewöhnlichem Schlechtwetter normalerweise nicht. Bei Naturkatastrophen kommt es auf die Police an.

    Wichtig: Reisende sollten nicht vorschnell selbst stornieren, sondern zuerst ihr Reisebüro oder den Veranstalter kontaktieren und gemeinsam nach einer Lösung suchen.

    Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4384 (nicht angemeldet)

    Tja Generation Fun, Fun, Fun stößt halt mal an seine Grenzen. Oh mein Gott! Wie ist das schlimm während in der Welt Kriege toben und Schweizer Mitmenschen etwas Menschlichkeit bräuchten.

    Weiterlesen

    Das sind die 10 besten Airlines der Welt
    25 Interaktionen
    Ranking
    Neuer EDA-Reisehinweis: Hier kann das Sackmesser zum Problem werden
    17 Interaktionen
    EDA-Reisehinweis
    Grand Canyon - EDW, Loren Bedeli
    6 Interaktionen
    USA-Route

    MEHR WETTER

    Schnee Schweiz
    38 Interaktionen
    Morgens 8 Grad
    aa
    156 Interaktionen
    Herbst ist da
    14 Interaktionen
    Auch im September
    nebel sonne wetter
    20 Interaktionen
    Morgens eiskalt!

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Die Spice Girls aus Zürich
    Neue Girlgroup
    Koch-Areal Zürich
    Zürcher Koch-Areal