Beliebte Ferieninsel verbietet das Bauen von Sandburgen
Viele Ferienländer ächzen unter dem Touristen-Andrang. Deshalb werden nun immer mehr Regeln aufgestellt – darunter auch ein Sandburgen-Verbot.

Das Wichtigste in Kürze
- An vielen Ferienorten gelten inzwischen Benimmregeln.
- Wer sich nicht an die Verbote hält, muss mit Bussen rechnen.
- In einem beliebten Ferienort ist nun auch das Bauen von Sandburgen untersagt.
Nach den Sommerferien steigt bei vielen Schweizerinnen und Schweizern die Vorfreude auf die Herbstferien. Viele zieht es nach Südeuropa – dort sorgt der Massentourismus allerdings für Probleme.
Im Kampf gegen Verschmutzung und Respektlosigkeit werden vielerorts Regeln eingeführt. Auf Mallorca haben einige Restaurants Dresscodes eingeführt – ausserdem will die Insel mit verschiedenen Massnahmen den Sauf-Tourismus eindämmen.
Ein französischer Badeort hat Strandgäste kürzlich zu angemessener Kleidung auf den Strassen ermahnt. Mit nacktem Oberkörper durch die Strassen zu laufen, ist verboten.
Auch im bei Schweizerinnen und Schweizern beliebten Italien werden immer mehr – zum Teil etwas kurios anmutende – Regeln aufgestellt.
Sardinien will Strände schützen
Für viele Kinder gehört es zu einem Strandtag einfach dazu, Sandburgen zu bauen. Doch die idyllische Insel Sardinien macht dem einen Strich durch die Rechnung: An einigen Stränden das Ausheben von Sandgruben nun untersagt. Es herrscht also Sandburgen-Verbot.
Auch, ohne Matte nur auf einem Handtuch im Sand zu liegen, ist verboten. Ebenso, wie Sand oder Muscheln als Souvenir mitzunehmen. Es droht eine Busse von bis zu 3000 Euro (rund 2800 Franken).
Tourismusministerin Daniela Santanché stellt gegenüber dem Portal «Rosenheim24» klar: «Italien liebt Touristen, aber erwartet Rücksichtnahme.»
«Laute Schuhe» verboten, Essen bei Denkmälern tabu
Im Küstenort Portofino ist es bis zum Saisonende verboten, barfuss zu laufen. Auch auf Strassen, Trottoirs oder Mauern zu sitzen oder zu liegen ist verboten. Wer mit Koffern, Picknicks oder Musikboxen länger auf einem Platz verweilt, muss mit einer Busse rechnen.
In Rom ist es derweil verboten, auf der berühmten Spanischen Treppe oder Kirchenstufen zu sitzen oder zu essen. Es ist zudem ausdrücklich untersagt, in Trinkbrunnen seine Füsse oder Wäsche zu waschen. Florenz verbietet das Essen auf Strassen und Plätzen direkt bei Kirchen und Denkmälern.
In den Cinque Terre ist es untersagt, mit Flip-Flops oder Sandalen auf den Wanderwegen unterwegs zu sein.
In der Region Apulien hat die Küstenwache indes ein Auge auf Boote: Wer innerhalb von 500 Metern vor der Küste fährt, darf keine laute Musik laufen lassen.
Auf der Insel Capri dürfen in der Altstadt keine «lauten Schuhe», getragen werden, wie «Reisereporter» berichtet.
Sich nicht an diese Verbote zu halten, kann schnell teuer werden. Touristinnen und Touristen sollten sich deshalb vor der Reise über die Regeln, die in den jeweiligen Regionen gelten, informieren.