Bekannte Frauenrechtlerin in Afghanistan überlebt Attentat

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    Afghanistan,

    Bereits in den vergangenen Monaten gab es in Afghanistan gezielte Anschläge auf Menschenrechtler, Aktivisten und Religionsvertreter. Das neueste Opfer ist eine prominente Frauenrechtlerin, die den Angriff überlebte.

    Die afghanische Frauenrechtlerin Fausia Kufi gehört zur Delegation der Regierung für die geplanten Friedensgespräche mit den Taliban. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa
    Die afghanische Frauenrechtlerin Fausia Kufi gehört zur Delegation der Regierung für die geplanten Friedensgespräche mit den Taliban. Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die afghanische Frauenrechtlerin Fausia Kufi ist bei einem Mordanschlag auf sie verletzt worden.

    Kufi gehört auch zur Delegation der Regierung für die geplanten Friedensgespräche mit den Taliban.

    Sie sei bei dem Attentat am Freitag am Arm verwundet worden, heisst es auf ihrer offiziellen Facebookseite. Der Anschlag geschah auf einer Schnellstrasse nördlich der Hauptstadt Kabul. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke.

    Präsident Aschraf Ghani verurteilte die Tat aufs Schärfste, wie Regierungssprecher Sedik Sedikki am Samstag auf Twitter mitteilte.

    Afghanistans Regierung und die militant-islamistischen Taliban planen derzeit Friedensgespräche. Die direkten Verhandlungen sollen beginnen, sobald ein Gefangenentausch abgeschlossen ist.

    Bereits in den vergangenen Monaten gab es gezielte Anschläge auf Menschenrechtler, Aktivisten und Religionsvertreter. Experten sehen dahinter den Versuch, Afghanistans Zivilgesellschaft vor geplanten Friedensgesprächen einzuschüchtern und zu schwächen.

    Die USA hatten mit den Taliban am 29. Februar in Doha (Katar) ein Abkommen unterzeichnet, das einen Abzug der internationalen Truppen vorsieht. Im Gegenzug sollen die Taliban garantieren, dass von Afghanistan keine Terrorgefahr mehr ausgeht. Das Abkommen verpflichtetet die Taliban auch zu innerafghanischen Friedensgesprächen; dafür war ein Gefangenenaustausch zur Vertrauensbildung vereinbart worden.

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