Behörden wollen Schuldigen für schwarzen Schnee in Sibirien gefunden haben

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Russland,

Schwarzer Schnee hatte vor über zwei Wochen grosse Besorgnis bei den Bewohnern mehrerer Orte im sibirischen Kusbass-Kohlerevier ausgelöst - nun haben die Behörden nach eigenen Angaben den mutmasslichen Verursacher gefunden.

Drei Städte waren von dem schwarzen Schnee betroffen
Drei Städte waren von dem schwarzen Schnee betroffen - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Gouverneur lässt Kohlefabrik ohne Filteranlagen vorübergehend schliessen.

Am Dienstag liess der Gouverneur der betroffenen Region Kemerowo eine Kohlefabrik vorübergehend schliessen. Die Behörden warfen ihrem Management vor, den bei der Produktion anfallenden Kohlestaub seit Jahren ungefiltert in die Luft zu blasen.

«Sie töten sich, Sie töten die Menschen, die für sie arbeiten, und Sie töten alles um sich herum», sagte Gouverneur Sergej Ziwiljow im Fernsehen. Er kündigte an, alle Dokumente über die Fabrik der Staatsanwaltschaft zu übergeben und persönlich die Beaufsichtigung der Fabrik zu übernehmen.

Die Fabrik liegt in der Stadt Kiseljowsk, die gemeinsam mit zwei weiteren Städten besonders schwer unter dem ungewöhnlichen Schneefall gelitten hatte. Fotos in den Online-Netzwerken zeigten grauen bis schwarzen, öligen Schnee, der Häuser und Autos bedeckte und sich nach Angaben der Einwohner nur schwer abwaschen liess. Einige verglichen ihre Umgebung bereits mit dem düsteren Reich Mordor aus Tolkiens «Herr der Ringe».

Viele fürchteten um ihre Gesundheit und vor allem um die Gesundheit ihrer Kinder und verboten ihnen, draussen zu spielen. Messungen ergaben, dass die Luftverschmutzung doppelt so hoch war wie der Grenzwert.

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