Bafin: Wirecard mutmasslich Opfer von Marktmanipulation

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    Deutschland,

    Der Dax-Konzern Wirecard ist nach Einschätzung der Finanzaufsicht Bafin mutmasslich Opfer einer gezielten Attacke von Börsenspekulanten geworden.

    Die Wirecard-Aktien waren in den vergangenen Wochen nach Medienberichten über Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit Wirecard-Mitarbeitern in Singapur mehrfach dramatisch abgestürzt. Foto: Sven Hoppe
    Die Wirecard-Aktien waren in den vergangenen Wochen nach Medienberichten über Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit Wirecard-Mitarbeitern in Singapur mehrfach dramatisch abgestürzt. Foto: Sven Hoppe - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das sagte eine Bafin-Sprecherin am Dienstag, zuerst hatte der «Spiegel» berichtet.

    Deswegen hat die Behörde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München I gegen gut ein Dutzend Beteiligter erstattet.

    Das sagte eine Bafin-Sprecherin am Dienstag, zuerst hatte der «Spiegel» berichtet. Die Finanzaufsicht hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. «Wir prüfen den Fall in alle Richtungen, unsere Untersuchungen wegen anderer potenzieller Marktmanipulationen in Aktien der Wirecard AG dauern an», hiess es in der kurzen Mitteilung der Bafin.

    Die Wirecard-Aktien waren in den vergangenen Wochen nach Berichten der britischen Zeitung «Financial Times» über Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit Wirecard-Mitarbeitern in Singapur mehrfach dramatisch abgestürzt, zeitweise hatten die Papiere über 30 Prozent ihres Werts verloren. Die Bafin vermutet, dass es sich um eine «Short-Attacke» handelte - ein gezieltes Manöver von Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten.

    Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Wirecard-Fall bereits seit Wochen gegen unbekannt. Geprüft wird in München auch eine Anzeige gegen den Journalisten der «Financial Times», der die Meldungen schrieb. Eine von Wirecard selbst bei einer Singapurer Anwaltskanzlei in Auftrag gegebene Untersuchung hatte ergeben, dass Mitarbeiter des Bezahldienstleisters in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Vorschriften verstiessen, aber in geringerem Umfang als von der «FT» vermeldet. Gegen wen die Bafin Anzeige erstattet hat, sagte die Sprecherin nicht.

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