Ausbrecher aus deutschem Gefängnis nannte sich «Spiderman»

Keystone-SDA
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Bern,

Nach dem spektakulären Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Duisburg werden Details bekannt: Der Häftling nannte sich laut dem Justizminister von Nordrhein-Westfalen, Benjamin Limbach, selbst «Spiderman» und sprang wohl vom Dach in einen Baum. Von dem 35-jährigen Serben fehlt weiter jede Spur.

Justizvollzugsanstalt
Ein 35-jähriger Serbe floh am 30. August aus der Justizvollzugsanstalt (JVA) Duisburg Hamborn. - keystone

Der Untersuchungshäftling hatte Ende August laut einem Bericht Limbachs im Rechtsausschuss des Landtags einen Gitterstab vor seinem Fenster in der 3. Etage entfernt, sich an der vierten Etage entlanggehangelt und war dann aufs Dach geklettert. Von dort sprang er nach aktuellem Ermittlungsstand in einen Baum an der Strasse vor dem Gefängnis – und verschwand.

Eine körperlich anspruchsvolle Aktion, so der Minister, der die Abgeordneten im Ausschuss mit dieser Aussage überraschte: «Der Gefangene hat sich selbst – wie erst jetzt im Rahmen der Ermittlungen bekannt wurde – als Spiderman bezeichnet.» Auf der Kopie seines Urteils, das in seiner Zelle lag, habe der Häftling zweimal seinen Namen durchgestrichen und «Spiderman» hingeschrieben.

«Die geringe Grösse der Öffnung und die Bewegung in erheblicher Höhe zeigen, dass dieser Fluchtweg lebensgefährlich war und dem Gefangenen ein hohes Mass an Beweglichkeit und Geschicklichkeit abverlangte», so Limbach: «Man wird sagen können, dass zu einer solchen Flucht nur wenige Menschen überhaupt in der Lage sein dürften.»

Gleichwohl prüfe man, wie man die Anstalt und andere besser absichern kann. In Duisburg will man laut Limbach die Stadt auch beten, die Bäume an der Strasse vor der JVA zurückzuschneiden.

Völlig unklar ist weiter, wie der Häftling den Gitterstab herausbekommen hat. Sechs Tage vor dem Ausbruch war der Haftraum laut Limbach kontrolliert worden. An den Gittern sei nichts auffällig gewesen. Ein Mitgefangener habe ausgesagt, dass der Ausbrecher bei einem Angehörigen-Besuch möglicherweise ein «teures Sägewerkzeug» bekommen habe. «Diese Angabe ist bislang nicht bestätigt», so Limbach. Bei den Besuchen sei alles immer kontrolliert worden.

Kommentare

User #5944 (nicht angemeldet)

Hahaha.lol.jetzt mit anderem Namen zu uns. Merkt keiner. LoooL!

User #1045 (nicht angemeldet)

Scheinbar schläuer als die Justiz!😆😂🤣!

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