Attal: Frankreich vor historischer Richtungsentscheidung

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    Premierminister Attal sieht die bevorstehende Parlamentswahl in Frankreich als noch dramatischer als die Wahl 2022: «Es ist ein neuer Kampf, der beginnt».

    Gabriel Attal (r.) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.
    Gabriel Attal (r.) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. - Ludovic Marin/AP/dpa

    Frankreichs Premierminister Gabriel Attal sieht sein Land bei der kurzfristig angesetzten Parlamentswahl vor einer historischen Richtungsentscheidung.

    «Bei dieser Wahl steht mehr Dramatik und Geschichte auf dem Spiel als bei der Wahl 2022: Die extreme Rechte steht vor den Toren der Macht und das Linksbündnis Nupes hat in den letzten zwei Jahren ein empörendes Schauspiel geboten», sagte Attal vor Abgeordneten des Präsidentenlagers in Paris, wie der Sender BFMTV berichtete. «Es ist ein neuer Kampf, der beginnt, in dem nichts im Voraus gewonnen ist.»

    «Die Zukunft der französischen Nation»

    Bei den Parlamentswahlen würden die Franzosen «vor einer gesellschaftlichen Entscheidung stehen», sagte der Premier und betonte, dass es zwei Möglichkeiten gebe: «Die Wahl der Ablehnung, des Hasses auf andere oder die Wahl des Respekts vor den Regeln und den Menschen».

    Es sei eine Wahl zwischen finanziellem und sozialem Chaos oder der Verantwortung. «Sie verkörpern Stabilität gegen das Chaos, Sie verkörpern Stolz gegen Rückzug, Sie verkörpern Mut gegen Populismen», sagte der Premier an die Abgeordneten gerichtet.

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire warnte bei BFMTV vor einer nationalen Krise. «Wir haben die Gefahr einer Staatskrise», wenn bei den Parlamentswahlen keine klare Mehrheit zustande komme.

    «Bei den Wahlen am 30. Juni und am 7. Juli geht es um die Zukunft der französischen Nation.»

    Für Le Maire handelt es sich um die «schwerwiegendste Wahl seit 1958». Der Minister rief zur Klarheit und Verteidigung von Grundwerten auf.

    Kommentare

    User #1449 (nicht angemeldet)

    Macron ist für das Chaos wohl erst verantwortlich. Wem die Ukraine näher ist als das eigene Volk braucht sich über solche Wahlen nicht wundern.

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