Ätna-Ausbruch verursacht Millionenschäden im Tourismus
Der Ausbruch des Ätna auf Sizilien sorgt für massive Behinderungen im Flugverkehr und Millionenschäden im Tourismus. Der italienische Handelsverband Assoesercenti beziffert die bisherigen Verluste auf rund 24 Millionen Euro, wie die Nachrichtenagentur APA am Donnerstag berichtete.
Der Flughafen Catania-Fontanarossa bleibt wegen Vulkanasche bis Freitag um 2.00 Uhr geschlossen. Seit Freitag wurden bis einschliesslich Mittwoch rund 700 Flüge gestrichen. Mehr als 400 weitere Verbindungen mussten auf andere Flughäfen umgeleitet oder dort neu organisiert werden. Zehntausende Passagiere waren betroffen.
Ein Ende der Beeinträchtigungen ist nicht absehbar. Zwar lasse sich der Beginn einer Aktivitätsphase des Ätna vorhersagen, nicht aber deren Ende, sagte Stefano Branca vom italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie. Entscheidend für den Flugverkehr sei die Windrichtung. Die Aschewolke hat sich bereits bis nach Malta und Nordafrika ausgebreitet.
Unterdessen nimmt die politische Debatte über den Standort des Flughafens Catania zu. Zivilschutzminister Nello Musumeci verwies auf die wiederkehrenden Probleme durch Vulkanasche und sagte: «Nicht der Ätna ist am falschen Ort, sondern der Flughafen.»










