Astrazeneca-Chef verweist auf langsamen Vertragsschluss

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    Deutschland,

    Astrazeneca ist in die Kritik geraten, weil der Konzern weniger Impfstoff an die EU liefern will als vereinbart. Nun nimmt der Chef der Pharmafirma Stellung und versucht die Hintergründe zu erklären.

    Medizinisches Personal befüllt in einem britischen Krankenhaus eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Oxford/Astrazeneca. Foto: Owen Humphreys/PA Wire/dpa
    Medizinisches Personal befüllt in einem britischen Krankenhaus eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Oxford/Astrazeneca. Foto: Owen Humphreys/PA Wire/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Chef von Astrazeneca, Pascal Soriot, sieht den langsamen Vertragsabschluss als Grund für Lieferengpässe.

    Er sagte der «Welt» (Mittwoch): «Wir sind in Europa jetzt zwei Monate hinter unserem ursprünglichen Plan.»

    Man habe auch Anfangsprobleme in Grossbritannien gehabt. «Aber der Vertrag mit den Briten wurde drei Monate vor dem mit Brüssel geschlossen. Wir hatten dort drei Monate mehr Zeit, um Pannen zu beheben.»

    Sein Unternehmen sei vertraglich nicht zur Lieferung bestimmter Mengen Impfstoff verpflichtet. Brüssel wollte nach seinen Worten mehr oder weniger zum selben Zeitpunkt beliefert werden wie die Briten - obwohl diese drei Monate früher unterzeichnet hätten. «Darum haben wir zugesagt, es zu versuchen, uns aber nicht vertraglich verpflichtet.»

    Hintergrund ist die Ankündigung der Pharmafirma, nach der für diese Woche erwarteten Zulassung zunächst weniger Impfstoff zu liefern als vereinbart. Statt 80 Millionen Impfdosen sollen nach EU-Angaben bis Ende März nur 31 Millionen ankommen. Den angegebenen Grund - Probleme in der Lieferkette - will die EU nicht gelten lassen. Sie fordert Vertragstreue. Die EU-Kommission hat Vertreter des britisch-schwedischen Konzerns an diesem Mittwoch zur Krisensitzung mit Experten der EU-Staaten geladen.

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