Antike Mosaikteile wieder in der Türkei zu sehen

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    Türkei,

    Zwölf Teile eines Mosaikwerks aus der antiken Stadt Zeugma wurden von den USA aus an ihren Ursprungsort in die heutige Türkei zurückgebracht.

    Ein Besucher fotografiert Mosaiken aus der Römerzeit.
    Ein Besucher fotografiert Mosaiken aus der Römerzeit, die Teil der Kunstsammlung einer US-Universität waren und an die Türkei zurückgegeben wurden, mehr als ein halbes Jahrhundert nachdem Plünderer sie ausser Landes geschmuggelt hatten, bei einer Ausstellung im Zeugma Mosaikmuseum, in Gaziantep, Türkei. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mosaikteile kehrten nach Jahrzehnten wieder zurück in die türkische Ausstellung Gaziantep.
    • Die Türkei hat in den letzten fünf Jahren 4319 antike Werke aus dem Ausland zurückgeholt.

    Zwölf Teile eines Mosaikwerks aus der antiken Stadt Zeugma sind nach Jahrzehnten in den USA an ihren Ursprungsort in die heutige Türkei heimgekehrt. Seit heute Samstag sind sie in einer Ausstellung in Gaziantep zu sehen, Hauptstadt der gleichnamigen heutigen südosttürkischen Provinz, in der einst Zeugma stand. Die Mosaikstücke stammten nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu aus dem grossen Mosaik eines Speisesaals der Römerzeit im zweiten Jahrhundert. Es zeigt Szenen aus der griechischen Mythologie.

    «Das ist ein wichtiger Tag für die Türkei», sagte Kultur- und Tourismusminister Mehmet Ersoy bei der Eröffnung der Ausstellung im Zeugma Mosaik Museum. «Die Rückgabe dieser fehlenden Teile motiviert uns in unseren Bemühungen, so viele Artefakte zurückzubringen, die in dieses Land gehören.» Die Türkei hat laut Ersoy in den vergangenen fünf Jahren 4319 antike Werke aus dem Ausland zurückgeholt.

    Die Türkei sagt, dass die Mosaike Anfang der 60er Jahre bei ungenehmigten Ausgrabungen in Zeugma gestohlen und ausser Landes geschmuggelt worden seien. Die Bowling Green State University im US-Bundesstaat Ohio erwarb die Stücke 1965, wusste aber nach eigenen Angaben nichts von den Umständen der Beschaffung. Lange ging sie auch davon aus, dass die Mosaike aus Antiochien stammten – einer ebenfalls in der heutigen Türkei gelegenen antiken Stätte. In Übereinkunft mit der Hochschule wurde die Kunst Ende November zurückgebracht.

    Zu den Mosaiken Zeugmas gehört auch das berühmte, 1998 freigelegte Bildnis einer weiblichen Figur, das als «Gypsy Girl» international bekannt wurde. Bei der Darstellung handelt es sich wohl um eine Mänade, eine Begleiterin des griechischen Weingottes Dionysos.

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