Angriff auf Marienstatue in Medjugorje – Gläubige entsetzt

    Im kroatisch geprägten bosnischen Wallfahrtsort Medjugorje, der jährlich hunderttausende katholische Pilger anzieht, herrscht Empörung und Entsetzen: Offenbar hat ein Zweifler am dort überlieferten Marienwunder Feuer gelegt und die Statue der Heiligen Jungfrau mit schwarzen Graffiti beschmiert. Bosniens Polizei nahm einen Polen als Tatverdächtigen fest, wie Medien in der Hauptstadt Sarajevo unter Berufung auf das Innenministerium berichteten.

    Grafitti
    Im kroatisch geprägten bosnischen Wallfahrtsort Medjugorje, der jährlich hunderttausende katholische Pilger anzieht, herrscht Empörung und Entsetzen. - keystone

    Unter den Graffiti-Botschaften, die der mutmassliche Täter an der Marienstatue hinterliess, waren in Englisch die Worte «Teufel im Rock» sowie in polnischer Sprache der Satz «Ivanka, Mirjana, Milka, Vicka, Ivan, Jakov, das sind Betrüger, ich habe Beweise». Die sechs Vornamen trugen die Jugendlichen, die im Jahr 1981 berichtet hatten, in Medjugorje die Muttergottes gesehen zu haben. Daraufhin wurde dort ein Wallfahrtsort gegründet, der Massen von Katholiken aus aller Welt begeistert. Der Vatikan erkennt den Vorfall von 1981 zwar nicht als Wunder an, gab aber 2024 sein «Nihil obstat» («Es steht nichts dagegen») für die Marienverehrung in Medjugorje.

    Der nun festgenommene Pole soll zudem in einer der Kirchen von Medjugorje Benzin ausgeschüttet und damit Feuer gelegt haben, das aber zügig gelöscht werden konnte. Die beschmierte Marienstatue wurde mit weissen Laken verhüllt. Davor versammelten sich umgehend zum Zeichen der Trauer Dutzende Gläubige zum Rosenkranzgebet. Der für die Region zuständige katholische Bischof von Mostar-Duvno, Petar Palic, rief die Gläubigen dazu auf, nicht mit Bitterkeit und Verurteilung auf das Ereignis zu reagieren, sondern mit Gebet, Fasten, Vergebung und mit ihrer eigenen Bekehrung.

    Medjugorje liegt 30 Kilometer südwestlich von Mostar, nahe an der Grenze zu Kroatien. Wie in Polen gilt auch in Kroatien der Katholizismus als identitätsstiftend. Kroatiens Premierminister Andrej Plenković verurteilte die Verwüstung am Marien-Wallfahrtsort.

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    Kommentare

    User #1168 (nicht angemeldet)

    Zu glauben dass der Glaube kein Aberglaube sei, ist der größte Aberglaube.

    User #3700 (nicht angemeldet)

    Wo ist der Respekt geblieben?

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