Ägypten hat die berühmten Pyramiden von Gizeh wieder für Besucher geöffnet. Die Sehenswürdigkeiten mussten wegen der Pandemie für drei Monate schliessen.
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Die Pyramiden von Gizeh zählen zu den berühmtesten Touristenattraktionen Nordafrikas. - AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ägypten hat heute Mittwoch die berühmten Pyramiden von Gizeh wieder für Besucher geöffnet.
  • Die Sehenswürdigkeiten waren drei Monate lang wegen der Corona-Pandemie geschlossen.
  • Nun hofft das Land, mit der Öffnung den Tourismussektor wieder anzukurbeln.

Nach dreimonatiger Schliessung wegen der Corona-Pandemie hat Ägypten am Mittwoch die berühmten Pyramiden von Gizeh wieder für Besucher geöffnet. «Es gibt viele Schutzvorkehrungen, bevor die Pyramiden betreten werden können», sagte die Reiseführerin Fatma Bayoumy in Kairo der Nachrichtenagentur AFP.

Alles werde desinfiziert – «auch die Besucher und ihre Taschen», fügte sie hinzu. Auch das Ägyptische Museum in Kairo hat wieder geöffnet.

Bereits kurz nach der Öffnung durchstreiften dutzende ausländische Touristen die Pyramidenanlage. «Die Energie ist wirklich besonders», sagte die australische Touristin Ashiana Love der Nachrichtenagentur AFP.

Ägypten will Tourismusgeschäft ankurbeln

Ägypten hofft, mit der Öffnung der Touristenstätten den angeschlagenen Tourismussektor ankurbeln zu können. Am Dienstag hatte die Regierung bereits die Reiserestriktionen gelockert und den Flugverkehr für internationale Flüge freigegeben.

Das bei internationalen Touristen populärste arabische Land hatte seinen ersten bestätigten Coronavirus-Fall am 14. Februar. Wegen der Pandemie wurden Museen, archäologische Sehenswürdigkeiten, Geschäfte, Cafés und Restaurants im Land geschlossen. Ägypten registrierte bisher mehr als 68'000 Coronavirus-Infektionen und knapp 3000 Tote.

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Blick auf die Pyramiden von Gizeh in Ägypten. - AFP/Archiv

Ein Fünftel des ägyptischen Bruttoinlandsprodukts stammt aus der Tourismusbranche, in der rund drei Millionen Menschen beschäftigt sind. In den vergangenen Jahren musste Ägyptens Tourismusindustrie viele Umbrüche wegstecken.

Viele Touristen hatte die politische Instabilität nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak 2011 abgeschreckt. Dennoch verzeichnete das Land im vergangenen Jahr mit 13,6 Millionen Touristen einen neuen Besucherrekord.

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