In Norditalien am Monte Mottarone stürzte vor fünf Monaten eine Gondel ab. Zwischen dem 3. und dem 5. November wird das Gondel-Wrack abtransportiert.
HANDOUT - Fast fünf Monate nach dem Seilbahn-Unglück in Norditalien, bei dem 14 Menschen starben, bereitet die  italienische Feuerwehr den Abtransport der abgestürzten Gondel am Monte Mottarone vor. Foto: Vigili del Fuoco/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits
HANDOUT - Fast fünf Monate nach dem Seilbahn-Unglück in Norditalien, bei dem 14 Menschen starben, bereitet die italienische Feuerwehr den Abtransport der abgestürzten Gondel am Monte Mottarone vor. Foto: Vigili del Fuoco/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits - sda - Keystone/Vigili del Fuoco

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor fünf Monaten stürzte eine Gondel am italienischen Monte Mottarone ab.
  • 14 Personen starben, nur ein kleiner Junge überlebte das Unglück.
  • Nächste Woche wird die zerstörte Gondel abtransportiert.

Mehr als fünf Monate nach dem tödlichen Seilbahnabsturz am Monte Mottarone wollen die Behörden die Unglücksgondel vom Berghang schaffen.

Der Abtransport sei für den 3. bis 5. November per Hubschrauber geplant, hiess es von der Feuerwehr auf Nachfrage der Nachrichtenagentur DPA am Freitag. Entscheidend dafür sei das Wetter.

Seit etwa Mitte Oktober bereiteten die Rettungskräfte den Transport an dem Berg westlich des Lago Maggiore vor. Mit Kettensägen fällten sie Bäume an dem bewaldeten Hang. Sie sicherten die Gondel mit einem Gerüst und trennten die Kabine von der Gehänge-Konstruktion. Die Kabine zerlegten sie in kleinere Teile.

Notbremsen funktionierten nicht

Die Gondel mit 15 Menschen an Bord war am Pfingstsonntag (23. Mai) kurz vor der Bergstation in die Tiefe gestürzt, weil das Zugseil riss. Eigentlich hätten die Notbremsen das Unglück verhindern sollen.

Die Notbremsen waren aber durch Klammern blockiert und konnten deshalb nicht am Tragseil greifen. Sie sollen zuvor den laufenden Betrieb gestört haben. Die Gondel rauschte talwärts, sprang aus der Aufhängung und krachte in ein Waldstück. Die Behörden ermittelten in der Folge gegen die Angestellten der Betreibergesellschaft.

Nur der kleine Eitan überlebte das tragische Unglück

Nur Eitan, ein kleiner Junge aus Israel, überlebte das Unglück. Er verlor bei dem Unglück seine Eltern und Urgrosseltern. Später kam er bei seiner Tante in Pavia unter.

Zwischen ihr und der Verwandtschaft in Israel entbrannte ein Sorgerechtsstreit, in dem der Grossvater den Jungen nach Israel holte. Ein Gericht dort entschied kürzlich: Eitan solle wieder nach Italien.

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