62'000 französische Impfpässe gefälscht – Verdächtige festgenommen
Die französische Polizei hat drei Personen festgenommen, die 62'000 Impfpässe gefälscht haben sollen. Sie haben dafür die Daten von 35 Ärzten gehackt.

Das Wichtigste in Kürze
- In Frankreich sind drei Fälscher von Impfpässen festgenommen worden.
- Sie sollen rund 62'000 Nachweise über Mittelsmänner oder direkt verkauft haben.
- Laut Schätzungen der Regierung sind rund 200'000 gefälschten Impfpässen im Umlauf.
Fahnder in Frankreich haben ein Netzwerk von Betrügern ausgehoben, das 62'000 gefälschte Impfnachweise erstellt haben soll. Die Ermittlungen einer Pariser Spezialeinheit für Cyberkriminalität hätten zur Festnahme von fünf Personen im Raum Poitiers und Lyon geführt. Dies berichtete der Sender France Info am Mittwochabend unter Verweis auf die Polizei.
Drei Verdächtige sollen die Daten von 35 Ärzten gehackt haben, um damit falsche Nachweise für Corona-Impfungen zu erstellen. Diese sollen sie direkt und über Mittelsmänner weiterverkauft haben. Der Betrug war nach Hinweisen unter anderem einer Krankenkasse aufgeflogen, die in der Dokumentation auf Tausende angebliche Impfungen durch eine einzelne Krankenschwester gestossen war, die an der Impfkampagne aber gar nicht beteiligt war.
Die französische Regierung war kürzlich von rund 200'000 gefälschten Impfnachweisen ausgegangen, die im Land im Umlauf seien. Seitdem für einen vollständigen Corona-Impfschutz eine Auffrischimpfung erforderlich ist, dürften viele der gefälschten Nachweise für die Käufer aber relativ nutzlos geworden sein.












