14 Festnahmen bei neuen Kill-the-Bill-Protesten in Bristol

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Wie die Polizei mitteilte, hatten sich erneut rund 200 Menschen in Bristol versammelt. Dabei habe sie 14 Menschen festgenommen.

    Protest gegen Polizeigesetz in Grossbritannien
    21.03.2021, Grossbritannien, Bristol: Ein Polizist mit Polizeihund steht Demonstranten vor der Bridewell Polizeiwache gegenüber. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Menschenansammlungen sind wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit verboten.
    • Die Polizei löste die Demonstration deshalb in einem mehrstündigen Einsatz auf.

    Bei neuen Protesten gegen ein geplantes Polizeigesetz in der englischen Stadt Bristol sind in der Nacht zum Mittwoch 14 Menschen festgenommen worden. Rund 200 Menschen hatten sich in der Stadt versammelt, wie die Polizei der Grafschaften Avon und Somerset mitteilte.

    Menschenansammlungen sind wegen der Coronavirus-Pandemie derzeit verboten. Die Polizei löste die Demonstration deshalb in einem mehrstündigen Einsatz auf. Die Festnahmen seien unter anderem wegen Verstössen gegen die Corona-Regeln, wegen Blockierens einer Strasse und in einem Fall wegen Teilnahme an gewaltsamen Ausschreitungen am Wochenende erfolgt, hiess es in der Polizei-Mitteilung.

    "Kill the Bill"-Protest in Bristol
    21.03.2021, Grossbritannien, Bristol: Demonstranten versuchen einen Polizeiwagen vor der Bridewell Polizeistation umzustossen während des «Kill the Bill»-Protests gegen den umstrittenen Gesetzentwurf zu Polizei und Kriminalität. - dpa

    Der Protest richtete sich gegen den Entwurf (Bill) eines neuen Polizeigesetzes, über den derzeit im Parlament in London beraten wird. Das geplante Gesetz soll der Polizei mehr Befugnisse zur Einschränkung von Protesten verleihen, wenn diese beispielsweise eine Lärmbelästigung darstellen.

    Unter anderem sollen auch Angriffe auf Denkmäler härter bestraft werden. Damit reagiert die Regierung auf Proteste zum Klimaschutz und gegen Rassismus, bei denen im vergangenen Sommer unter anderem in Bristol die Statue eines Sklavenhändlers und lokalen Wohltäters gestürzt wurde. Kritiker sehen in dem Gesetzesvorhaben einen Angriff auf die Versammlungsfreiheit.

    Bereits am Wochenende war es in Bristol wegen des Gesetzentwurfs zu Protesten gekommen, die teilweise in Gewalt umschlugen. Autos wurden in Brand gesetzt und eine Polizeistation mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Mehrere Beamte wurden bei den Ausschreitungen verletzt.

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