Seit kurzem wird Googles Federated Learning of Cohorts (FLoC) massiv kritisiert. Nun hat auch WordPress angekündigt, den Dienst blockieren zu wollen.
Mit WordPress soll es besonders einfach sein, eine Website zu erstellen und zu hosten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Google arbeitet aktuell an einer neuen Methode zum Tracking als Alternative für Cookies.
  • Die neue Technik «FLoC» setzt auf Nutzerdaten von Gruppen anstatt einzelnen Personen.
  • Aktuell erklärt nun Blog-Hoster WordPress, dass man das neue System umgehen will.

Seit Beginn dieses Jahres wird bei Suchmaschinen-Gigant Google an einer Alternative für die mittlerweile herkömmlichen Cookies gearbeitet. Ziel soll hier sein, nicht mehr so massiv individuelle Nutzerdaten zu sammeln. Dazu wird neu das «Federated Learning of Cohorts», oder kurz «FLoC» eingesetzt. Dieses sammelt die Daten aus Browserverläufen anonymisiert von ganzen Gruppen oder eben Kohorten.

Benötigt FLoC WordPress?

Nachdem das neue System bereits von diversen Seiten kritisiert wurde, setzt offenbar Blog-Hoster WordPress noch einen obendrauf. Hier soll «FLoC» in naher Zukunft für alle Nutzer als Sicherheitsrisiko eingestuft und blockiert werden. Die verwendeten HTTP-Header werden als Risiko für die Sicherheit eingestuft, wie «Golem» berichtet. Ohne WordPress müsste Google auf «40 Prozent aller Websites» im Netz verzichten.

FLoC WordPress
WordPress wird weltweit von den verschiedensten Websites verwendet. - WordPress

Ein grosser Kritikpunkt neben der Sicherheit ist bei «FLoC» auch das Gruppieren der Nutzer in die Kohorten. In den Augen diverser Kritiker könnte dies unter anderem Rassismus, Sexismus und Diskriminierung gegen LGBTQ+ und anderer Randgruppen verstärken. Auch bei WordPress wird auf diese Problematik hingewiesen und aufgefordert, dagegen anzukämpfen.

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