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Sicherheitslücke – Hacker greifen über «Screen Sharing» Macs an

Maja Bojic
Maja Bojic

USA,

Eine Sicherheitslücke in Apples macOS wird aktiv ausgenutzt. Angreifer können über die Bildschirmfreigabe Zugriff auf betroffene Macs erlangen.

Apple iPhone 18 Pro
Das iPhone 18 Pro könnte in der teuersten Ausführung bis zu 3500 Franken kosten. (Archivbild) - keystone

Eine Sicherheitslücke in Apples macOS ermöglicht Angreifern offenbar den Zugriff ohne gültige Zugangsdaten. Betroffen sind Computer, deren Bildschirmfreigabe über das Internet erreichbar ist.

Die Schwachstelle trägt die Bezeichnung CVE-2026-65400 und betrifft die Screen-Sharing-Funktion von macOS. Die «Chip» berichtet, dass Angreifer dadurch die Passwortabfrage umgehen und Zugriff auf betroffene Macs erhalten.

Wie die «Heise» schreibt, muss Screensharing oder die entfernte Verwaltung ausdrücklich aktiviert sein. Zusätzlich muss der betroffene Computer aus dem Internet erreichbar sein, etwa durch entsprechende Portweiterleitungen.

Sicherheitslücke öffnet Angreifern den Weg zu Macs

Bei mehreren angegriffenen Systemen war der Port 5900 aus dem Internet erreichbar. Dort wurde ein aktiver Missbrauch der Sicherheitslücke festgestellt.

Den Angreifern gelang es laut der «Chip» in einigen Fällen, Administratorrechte auf den Computern zu übernehmen. Anschliessend konnten sie Programme starten, Dokumente öffnen und Sicherheitseinstellungen verändern.

Hast du die Bildschirmfreigabe auf deinem Mac aktiviert?

Der «Heise» zufolge erhielten die Angreifer in mehreren Fällen Root-Zugriff auf die betroffenen Macs. Anschliessend installierten sie einen Krypto-Miner, der die Rechenleistung für Monero nutzte.

Apple schliesst Sicherheitslücke nach aktivem Missbrauch

Der «Chip» zufolge entstehen durch heimliches Mining vor allem zusätzliche Stromkosten und eine höhere Systemauslastung. Wie viele Computer insgesamt betroffen sind, ist bislang nicht bekannt.

Apple hat die Sicherheitslücke am 6. August geschlossen und entsprechende Updates veröffentlicht. Die «Heise» nennt macOS 14.8.9, macOS 15.7.9 und macOS 26.6.1 als empfohlene Aktualisierungen.

Die Updates stellen sicher, dass nur noch gültige Zugangsdaten akzeptiert werden. Sicherheitsforscher konnten zudem bereits kurz nach Apples Patch einen funktionierenden Exploit entwickeln.

BSI warnt vor Sicherheitslücke und Apple verschärft Schutzmassnahmen

Auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und CERT Bund warnen vor der Schwachstelle. Die Behörden bewerten die Gefahr demnach als hoch und verweisen auf mögliche Angriffe aus der Ferne.

Wer die Bildschirmfreigabe nicht benötigt, kann sie in den Systemeinstellungen deaktivieren. Der entsprechende Weg führt über «Allgemein», «Teilen» und anschliessend «Bildschirmfreigabe».

Apple iPhone
Beim iPhone können Nutzer Updates und wichtige Geräteeinstellungen direkt über das Menü verwalten. (Symbolbild) - keystone

Parallel berichtet die «Borncity» über neue Sicherheitswarnungen von Apple gegen hochspezialisierte Söldner-Spyware. Betroffene iPhone-Nutzer sollen entsprechende Hinweise direkt auf dem Sperrbildschirm erhalten.

Kommentare

User #1080 (nicht angemeldet)

in der letzten Zeit gibt es immer mehr solche Angriffe auf Apple und die Leute sagen immer noch das Apple Sicherer ist als Windows oder Android

User #5511 (nicht angemeldet)

Wer gibt schon etwas frei. Bei mir sind alle Ports gesperrt. Da hat niemand etwas zu suchen.

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