Radiowellen von Proxima Centauri und ein ehemaliger Weltraumchef, der behauptet, dass die Menschheit bereits mit Aliens Kontakt habe. Was hat es damit auf sich?
Aliens Proxima Centauri
Künstlerische Darstellung zum Thema Ausserirdische. - Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Vergangene Woche registrierten Wissenschaftler merkwürdige Radio-Wellen aus dem All.
  • Zuvor behauptete ein Ex-Weltraumchef, die Menschheit stehe bereits mit Aliens in Kontakt.
  • Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir es mit Aliens zu tun haben, sehr gering.

Vor rund einer Woche registrierten Forscher ein auffälliges Radio-Signal aus dem Weltall: Dieses liess sich weder menschlichen noch natürlichen Ursprungs zuordnen. Schnell kam die These auf, dass das Signal von ausserirdischen Lebensformen stamme.

Erdähnlicher Planet umkreist Proxima Centauri

Denn: Die Radiowellen scheinen aus der Richtung des Sternes Proxima Centauri zu kommen. Dieser ist nur wenige Lichtjahre von uns entfernt. Und er wird gemäss aktuellem Kenntnisstand sogar von einem Planeten umkreist, der dem unseren sehr ähnlich sein könnte.

Proxima Centauri b
Eine Reise zum 4,2 Lichtjahre entfernten Proxima Centauri b würde rund 6300 Jahre dauern. - pixabay

Obschon sich ähnliche Signale in Vergangenheit immer wieder als Messfehler oder dann doch natürlichen Ursprungs entpuppten: ein gefundenes Fressen für Alien-Fanatiker.

«Menschheit hat bereits mit Aliens Kontakt» – alles nur PR?

Es ist nicht die erste Schlagzeile, die in letzter Zeit Alien-Fans auf den Plan rief. Erst vor wenigen Wochen sorgte der Ex-Chef der israelischen Raumfahrtbehörde, Haim Eshed, (87) für Radau. In einem Interview mit einer israelischen Zeitung behauptete er: Die USA und Israel stünden bereits mit einer «Galaktischen Föderation» im Kontakt.

Aliens Proxima CEntauri
Dass es ausserirdisches Leben gibt, gilt als nicht unwahrscheinlich. Dass dieses für uns erreichbar wäre, hingegen schon. - Keystone

Die ausserirdische Föderation sei jedoch der Ansicht, dass die Menschheit noch nicht dazu bereit wäre, von Aliens zu erfahren. Darum hätten sich alle Parteien darauf geeinigt, die Sache vorerst unter Verschluss zu halten.

Eshed wisse schon länger Bescheid und wolle nun Tacheles reden. «Hätte ich das vor fünf Jahren gesagt, wäre ich eingeliefert worden.»

Der ehemalige Raumfahrtchef Israels wird demnächst ein neues Buch veröffentlichen. Gut möglich, dass dies nicht anderes als ein gekonnter PR-Schachzug war.