EU

EU-Kommission legt Berufung gegen Apple-Urteil ein

DPA
DPA

Irland,

Der Streit um die Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro von Apple in Irland geht vor das oberste Gericht der Europäischen Union.

Apple
Die EU-Kommission will eine Entscheidung um Milliarden schweren Steuernachforderungen gegen Apple erneut prüfen lassen. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Irland hätte Apple längst ein Teil des im Land erwirtschafteten Geldes versteuern müssen.
  • Unter Berufung der EU-Kommission kommt der Fall erneut vor Gericht.
  • Der Entscheid werfe rechtliche Fragen zu den Vorschriften für staatliche Beihilfen auf.

Wieviel des in Irland erwirtschafteten Geldes hätte Apple auch dort versteuern müssen? Darüber streitet die EU mit dem iPhone-Hersteller seit Jahren. Eine Milliarden schwere Nachzahlung war längst vom Tisch. Nun kommt der Streit erneut vor Gericht.

Die EU-Kommission kündigte gegen das Urteil des EU-Gerichts aus dem Juli wie erwartet Berufung an. Die Entscheidung werfe wichtige rechtliche Fragen zur Anwendung der Vorschriften für staatliche Beihilfen auf. Dies sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager.

Margrethe Vestager
Die EU-Kommissarin Margrethe Vestager - Keystone

Die sollen nun vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) geklärt werden. Ausserdem sei die Kommission der Ansicht, «dass das Gericht in seinem Urteil eine Reihe von Rechtsfehlern begangen hat».

Verbotene staatliche Beihilfe

Im Juli hatte das EU-Gericht die Nachforderung der EU-Kommission aus dem Jahr 2016 für nichtig erklärt. Die Steuervereinbarungen von Apple in Irland aus den Jahren 1991 und 2007 soll eine verbotene staatliche Beihilfe darstellen. Doch dies habe die Kommission nicht nachweisen können. Es war ein schmerzhafter Rückschlag für die Brüsseler Behörde und Wettbewerbskommissarin Vestager persönlich.

Vestager betonte nun: «Für die Kommission hat es höchste Priorität, dass alle grossen und kleinen Unternehmen ihren gerechten Anteil an Steuern zahlen.» Die EU-Staaten seien zwar für ihre Steuergesetze zuständig.

Vestager hatte Apple im August 2016 aufgefordert, die Milliardensumme in Irland nachzuzahlen. Dies, weil das Land dem Konzern eine unzulässige Bevorzugung bei den Steuerkonditionen gewährt habe. Irland und Apple wehrten sich dagegen.

Kommentare

Weiterlesen

Tamara Funiciello
94 Interaktionen
Klares Ergebnis
Weiterbildung
15 Interaktionen
Informatik

MEHR IN NEWS

ICE
12 Interaktionen
In den USA
2 Interaktionen
Aarau
Buch aufgeschlagen Tisch Bücherregale Bücher
3 Interaktionen
Appenzell AI

MEHR EU

EU Schweiz
83 Interaktionen
Bern
EU-Parlament
2 Interaktionen
Brüssel
EU-Parlament
17 Interaktionen
Brüssel
Schattenflotte Russland
16 Interaktionen
Schattenflotte

MEHR AUS IRLAND

7 Interaktionen
Dublin
Joey Kelly
23 Interaktionen
Geheim!
Sarah Ferguson
62 Interaktionen
Trotz Epstein-Skandal
Dublin
2 Interaktionen
Dublin