Weitere Verluste an Asiens Börsen - Anhaltend hohe Ölpreise
An Asiens Börsen geht es angesichts anhaltend hoher Ölpreise als Folge des Iran-Kriegs weiter bergab. Sie folgten damit den schwachen Vorgaben aus New York. Deutlich fielen die Verluste in Tokio und Hongkong aus.

Dass die US-Regierung anderen Ländern temporär den Kauf russischen Öls erlaubt, um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, sei «kein Game Changer», schrieb Analyst Tony Sycamore von IG Australia. Die Massnahme komme vor dem Wochenende aber zu einem günstigen Zeitpunkt, da sie die Sorgen wegen kurzfristiger Engpässe mindere.
Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs warnten, die Ölpreise könnten über die Höchststände zu Zeiten der Finanzkrise 2008 klettern, falls die Lieferungen über die Strasse von Hormus den März hindurch eingeschränkt blieben.
Der japanische Leitindex Nikkei 225 sank heute um 1,2 Prozent auf 53'820 Punkte. Der Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong büsste ein Prozent auf 25'469 Punkte ein.
Dagegen gab der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen lediglich um 0,4 Prozent auf 4'669 Punkte nach. Hier stützte wohl auch, dass sich US-Finanzminister Scott Bessent wenige Wochen vor dem erwarteten Besuch von US-Präsident Donald Trump in China mit Chinas Vize-Ministerpräsident He Lifeng in Frankreich treffen will.
Beim rohstofflastigen australischen S&P ASX 200 hielt sich der Kursrückgang vor dem Wochenende mit 0,1 Prozent auf 8'617 Punkte ebenfalls in Grenzen.






