Kein Klo? China will Probleme im Tourismus lösen

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China sucht nach neuen Möglichkeiten, sein Wirtschaftswachstum zu sichern. Hoffnungen setzt Peking auf die Tourismusbranche. Doch dort bestehen noch Probleme.

China Touristen
Touristen fotografieren eine Frau in traditioneller chinesischer Kleidung in der Nähe der Verbotenen Stadt in Peking, China, am Freitag, 6. Februar 2026. - keystone

China will stärker gegen Betrug und Probleme in seiner für die Wirtschaft immer wichtiger werdenden Reisebranche vorgehen. Die Kultur- und Tourismusindustrie habe sich in den vergangenen Jahren schnell entwickelt, jedoch seien einige seit langem bestehende Probleme noch nicht gelöst und parallel neue Herausforderungen entstanden, sagte Chinas Kultur- und Tourismusminister, Sun Yeli, in Peking, während des dort tagenden Nationalen Volkskongresses.

Sun nannte anhaltende Schwierigkeiten bei der Reise-Buchung, beim Kauf von Tickets oder die Zugänglichkeit von Toiletten. China wolle sich auf alltägliche Probleme konzentrieren, sagte er. In diesem Jahr wollten sich die Behörden speziell auf irreführende Werbung konzentrieren, sagte Sun. Ausserdem solle illegalen Praktiken etwa von Geschäftsleuten, Touristen zum Kaufen zu zwingen, entgegengewirkt werden.

Chinas Wirtschaft leidet unter einem schwachen Konsum. Peking kündigte während des Volkskongresses an, in diesem Jahr «neue Spielräume für das Wachstum der Binnennachfrage» zu schaffen. Die Regierung will dafür auch den Tourismus weiter fördern, um die Menschen so zum Konsumieren zu bewegen.

Das Land baut seit einigen Jahren massiv Angebote in Wintersport und -freizeit aus. Zudem wurde die Visapflicht für Dutzende Länder, darunter auch Deutschland, für touristische und geschäftliche Reisen von bis zu 30 Tagen gestrichen.

China verlängerte ausserdem die Feiertagswoche nach dem Frühlingsfest im Februar um einen Tag – einer landesweiten Hauptreisezeit. Laut offiziellen Angaben betrug die Zahl der Inlandsreisen insgesamt 596 Millionen – ein Zuwachs um 95 Millionen gegenüber den 8 Feiertagen im Jahr 2025.

Doch die Reisenden waren weniger konsumfreudig. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Reise sanken von rund 169 Yuan (etwa 19 Franken) während der Feiertage 2025 auf rund 150 Yuan, berichtete das Wirtschaftsmagazin «Caixin».

Parallel stieg laut Sun die Zahl ausländischer Gäste. 2025 zählte China 150 Millionen Touristenankünfte – ein Anstieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ausgaben jener Touristen überstiegen Sun zufolge 130 Milliarden Yuan (derzeit etwa 14,6 Milliarden Franken). Damit erreichte China in etwa das Niveau von 2019, also von vor der Corona-Pandemie.

Kommentare

User #7347 (nicht angemeldet)

Mobile WC's wie die toitoi's könnten das Problem teilweise lösen in den ländlichen Gebieten Chinas. Das wäre eine günstige Zwischenlösung. Hehehe. LOL.

User #7347 (nicht angemeldet)

In ländlichen Gebieten kann es schon vorkommen, dass ein "Klo" fehlt. Aber es gibt auch positive Nachrichten: Schweizer Staatsbürger benötigen kein Visum für China für Aufenthalte von bis zu 30 Tagen. Diese Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2026 für touristische, geschäftliche, Familienbesuche und Transitaufenthalte. Hehehe. LOL.

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