Der chinesische Preisindex für die Hersteller stieg im April im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent.
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Container mit Handelswaren an einem chinesischen Hafen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Anstieg fiel etwas höher aus, als Experten im Schnitt erwartet hatten.
  • Wegen der Null-Covid-Strategie Chinas gibt es Probleme in der Produktion.

Der Anstieg der Erzeugerpreise in China hat sich im April etwas verlangsamt, bleibt aber auf hohem Niveau. Der Preisindex für die Hersteller stieg im April im Vergleich zum Vorjahr um 8,0 Prozent, wie das Statistikamt am Mittwoch in Peking mitteilte. Der Anstieg fiel damit etwas höher aus, als Experten im Schnitt erwartet hatten.

Er blieb aber – wie schon in den ersten drei Monaten des Jahres – im einstelligen Bereich. Davor waren die Erzeugerpreise teils zweistellig gestiegen, der Anstieg im Oktober um 13,5 Prozent war der höchste seit 26 Jahren. Gründe sind unter anderem der starke Preisschub bei Rohstoffen und gestörte Lieferketten.

Die chinesische Regierung versucht, die Corona-Pandemie durch rigide Massnahmen einzudämmen. Dies führt zu Problemen in der Produktion unter anderem bei Lebensmittelherstellern. Da viele Menschen wegen der Lockdowns in vielen grossen Städten Lebensmittel horten, sorgte das auch für einen stärkeren Auftrieb bei den Verbraucherpreisen. Diese zogen im April im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent an. Im März hatten sie noch um 1,5 Prozent zugelegt. Experten hatten zwar mit einer Beschleunigung des Anstiegs gerechnet, dabei aber im Schnitt nur ein Plus von 1,8 Prozent auf dem Zettel.

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