Ehemals höchster Internetwächter Chinas wegen Korruption angeklagt

Keystone-SDA
Keystone-SDA

China,

China zensiert sein Internet. Nun steht der ehemals höchste Internetwächter vor Gericht. Er soll Schmiergelder angenommen haben.

China Bitcoin
Eine Bankangestellte zählt ein Bündel Yuan-Geldscheine. (Archivbild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • China stellt den ehemaligen obersten Internetüberwacher vor Gericht.
  • Ihm wird Korruption vorgeworfen.

Chinas früherer oberster Internetzensor Lu Wei ist wegen Korruptionsvorwürfen angeklagt worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag berichtete, steht er unter Verdacht, Bestechungsgelder angenommen zu haben. Ihm soll nun in der ostchinesischen Stadt Ningbo der Prozess gemacht werden.

Lu Wei war bereits im November unter dem Verdacht der Korruption festgesetzt worden. Einzelheiten wurden nicht genannt. Bis 2016 führte der heute 58-Jährige die mächtige Cyber-Verwaltung, die das chinesische Internet zunehmend streng zensiert.

Die Behörden sperren nicht nur soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, YouTube und Instagram, sondern blocken auch alle Googledienste sowie Tausende Webseiten wie von der «New York Times», dem «Wall Street Journal» oder von Amnesty und Human Rights Watch. Ein Heer von Zensoren kontrolliert chinesische soziale Medien wie Weibo oder WeChat.

Lu Wei ist das jüngste Opfer der von Staats- und Parteichef Xi Jinping angestossenen Antikorruptionskampagne, über die in den vergangenen Jahren schon zahlreiche Funktionäre gestolpert sind.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

1 Interaktionen
Mangel an Vertrauen
Trotz Handelskonflikt
Elekrtoauto, Sygic, App
E-Autos
Arbeit
59 Interaktionen
Generation Z

MEHR IN NEWS

Kloten ZH
A51 bei Kloten ZH
ubs
Regulierung

MEHR AUS CHINA

Formel 1 Max Verstappen
45 Interaktionen
Kein echtes Racing?
Kimi Antonelli Formel 1
45 Interaktionen
China-GP
Greifautomat
13 Interaktionen
Kritik im Netz
f1
4 Interaktionen
Nach Sprintsieg