Chinesische Firmen sollen bei US-Börsengang mehr Infos liefern

    Keystone-SDA
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    USA,

    Die US-Börsenaufsicht hat neue Auflagen für chinesische Unternehmen eingeführt. Diese sollen bei einem Börsengang in den USA mehr Informationen liefern müssen.

    US-Börse chinesische Unternehmen
    Chinesische Unternehmen die an die Wall Street wollen, müssen in Zukunft noch mehr von sich preisgeben. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Chinesische Unternehmen, die einen US-Börsengang anstreben, haben neue Auflagen.
    • Anleger sollen mehr Informationen bekommen um das Risiko besser abschätzen zu können.

    Chinesische Firmen sollen bei einem Börsengang in den USA den Investoren künftig mehr Informationen liefern. Die US-Börsenaufsicht SEC habe den chinesischen Unternehmen, die einen Gang auf das New Yorker Handelsparkett anstrebten, bereits die neuen Anforderungen für die IPO-Prospekte mitgeteilt.

    Anleger sollen Risiko besser verstehen können

    Dies geht aus einem Dokument hervor, das die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Anleger sollten mit dem Schritt die Risiken besser verstehen können, die mit einer Investition in ein asiatisches Unternehmen verbunden seien.

    Im Fokus stünden Firmen, die für ihre Neuemission ein spezielles juristisches Konstrukt wählten, das VIE (Variable Interest Entities) genannt werde. VIE wurden vor rund zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen, um die Beschränkungen ausländischer Investitionen bei chinesischen Firmen in sensiblen Branchen wie Medien oder Telekommunikation zu umgehen.

    alibaba NYSE Börsengang
    Chinesische Unternehmen werden bei einem US-Börsengang künftig mehr Auflagen haben, als dies beim Alibaba-Börsengang (2014) der Fall war. - Keystone

    Die SEC hatte Ende Juli sämtliche Börsenpläne chinesischer Unternehmen an der Wall Street auf Eis gelegt. Seit Jahresbeginn haben Firmen aus der Volksrepublik allein mit Aktienemissionen über die Wall Street die Rekordsumme von 12,8 Milliarden Dollar bei Investoren eingesammelt.

    Auch in China neue Auflagen und Kontrollen

    Chinesische Firmen, die an die US-Börse wollen, bekommen es aber offenbar auch im eigenen Land mit neuen Auflagen zu tun: Wie Reuters kürzlich unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtete, will China die Kontrolle über das Datenmanagement bei jenen Firmen verschärfen. So sollen sie dazu aufgefordert werden, ihr Datenmanagement speziellen Sicherheitsfirmen zu überlassen.

    Mit dem Vorschlag wollen die Aufseher die milliardenschwere Technologiebranche des Landes schärfer regulieren. Die chinesische Wettbewerbsbehörde SAMR hatte vergangene Woche ein ganzes Bündel an Vorschlägen vorgestellt, um unfairem Wettbewerb und unkontrollierter Datenverarbeitung einen Riegel vorzuschieben.

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