Befindet sich aktuell eine chinesische Agentin in London? Eine Warnung des britischen Inlandsgeheimdienst hat Sorge in der Politik ausgelöst.
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Britisches Parlament im Nebel - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Christine Ching Kui Lee baue Kontakte für die Kommunistische Partei Chinas auf.
  • Sie sei eine Agentin und versuche Einfluss auf britische Politiker zu nehmen.
  • So warnte der britische Inlandsgeheimdienst MI5 die Politik.

Eine seltene Warnung des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 hat Sorgen über ausländische Einflussnahme auf britische Politik ausgelöst.

Der MI5 warnte die Parlamentarier des britischen Ober- und Unterhauses in London vor einer mutmasslichen chinesischen Agentin: Eine Frau namens Christine Ching Kui Lee baue für die Kommunistische Partei Chinas Verbindungen auf. Sie versuche, Einfluss auf britische Politiker zu nehmen, um das politische Klima zugunsten Chinas zu beeinflussen.

Ein Abgeordneter der Labour-Party soll vor einigen Jahren 420'000 Pfund (rund 525'727 Franken) Spenden einer Firma der Chinesin erhalten haben. Der BBC zufolge soll er den Sohn der mutmasslichen Agentin in seinem Büro angestellt haben.

Botschaft: China hat es nicht nötig, «Einfluss zu kaufen»

Eine Sprecherin der chinesischen Botschaft in London wies die Vorwürfe am späten Donnerstagabend zurück. China halte sich grundsätzlich aus ausländischen Angelegenheiten heraus und habe es nicht nötig, sich «Einfluss zu kaufen».

Die britische Innenministerin Priti Patel hält es für wahrscheinlich, dass weitere ähnliche Warnungen bevorstehen können. Grossbritannien habe «weitere Gegner», die auf unterschiedliche Art und Weise versuchten, «sich in unser Land einzumischen».

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