Im Norden Kolumbiens wurden zwei Journalisten getötet. Zwar soll es zuvor Drohungen gegeben haben, ein Zusammenhang mit der Arbeit blieb aber vorerst unklar.
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Eine Blaulicht-Sirene (Symbolbild) - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Kolumbien wurden die Journalisten Leiner Montero Ortega und Dilia Contreras getötet.
  • Ob ein Zusammenhang mit der Arbeit der Journalisten besteht, blieb vorerst unklar.
  • In Kolumbien kommt es regelmässig zu Morden von Journalisten.

Im Norden von Kolumbien sind zwei Journalisten getötet worden. Unbekannte Angreifer eröffneten im Departement Magdalena das Feuer auf das Auto von Leiner Montero Ortega und Dilia Contreras, wie der Fernsehsender RCN am Sonntag berichtete. Ein weiterer Mann in dem Fahrzeug wurde bei dem Angriff verletzt.

Kriminalbeamte und Forensiker reisten zu dem Tatort und nahmen Ermittlungen auf, wie die Generalstaatsanwaltschaft des südamerikanischen Landes mitteilte.

Ob der Angriff im Zusammenhang mit der Arbeit der Journalisten stand, war zunächst unklar. Montero Ortega habe zuvor Drohungen erhalten, berichtete das Nachrichtenmagazin «Semana».

Immer wieder Angriffe auf Journalisten in Kolumbien

Kolumbien gilt als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten. Zwischen 1977 und 2014 – noch zu Zeiten des Bürgerkriegs – wurden nach Angaben der Regierung 152 Medienschaffende getötet. In den vergangenen Jahren hat sich die Lage zwar etwas verbessert, aber immer noch kommt es regelmässig zu tödlichen Angriffen auf Journalisten.

Vor allem Reporter, die über den bewaffneten Konflikt, Umweltverschmutzung, Bergbau und Korruption berichten, werden immer wieder bedroht und angegriffen, wie die Organisation Reporter ohne Grenzen mitteilte.

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