Wint Myint zum neuen Präsidenten Myanmars gewählt

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    Myanmar,

    In Myanmar ist der bisherige Parlamentspräsident Wint Myint zum neuen Staatspräsident gewählt worden. Der 66-Jährige ist von beiden Parlamentskammern mit einer grossen Mehrheit gewählt worden.

    Win Myint ist zum neuen Staatspräsidenten von Myanmar gewählt worden.
    Win Myint ist zum neuen Staatspräsidenten von Myanmar gewählt worden. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der bisherige Parlamentspräsident Wint Myint ist zum neuen Staatspräsident von Myanmar gewählt worden.
    • Der ehemalige Anwalt sass wegen seiner Beteiligung an den Protesten gegen die Militärdiktatur einige Jahre im Gefängnis.
    • Der heute 66-Jährige wurde von beiden Parlamentskammern mit einer grossen Mehrheit ins Amt gewählt.

    In Myanmar ist der bisherige Parlamentspräsident Wint Myint zum neuen Staatspräsidenten gewählt worden. Das langjährige Mitglied der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) gilt als Vertrauter von Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Die Friedensnobelpreisträgerin steht wegen ihrem Schweigen zur Verfolgung der muslimischen Rohingya-Minderheit durch die Armee scharf in der internationalen Kritik.

    Der 66-jährige Wint Myint wurde am Mittwoch von beiden Parlamentskammern mit einer grossen Mehrheit ins Amt gewählt. Der Anwalt sass wegen seiner Beteiligung an den Protesten gegen die Militärdiktatur mehrere Jahre im Gefängnis, seine Anwaltslizenz wurde ihm damals entzogen.

    Nach dem Wahlsieg der NLD bei der Parlamentswahl 2016 wurde er zum Parlamentspräsidenten gewählt. Beobachter vermuten, dass er nun eine aktivere Rolle als sein Amtsvorgänger anstreben könnte, der sich hauptsächlich mit protokollarischen Aufgaben begnügt hatte.

    Der bisherige Präsident Htin Kyaw war vor einer Woche überraschend aus Gesundheitsgründen zurückgetreten.

    Suu Kyi führt die Regierungsgeschäfte als «Staatsrätin». Sie ist damit die wichtigste Politikerin. Der Präsident hat geringeren Einfluss als sie.

    Mehr als 700'000 Rohingya sind ins Nachbarland Bangladesch geflohen. Die Vereinten Nationen bezeichnen das Vorgehen der Militärs als «ethnische Säuberung».

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