Weniger Schutz für Argentiniens Gletscher

Keystone-SDA
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Argentinien,

Das Parlament in Argentinien hat eine umstrittene Reform des Gesetzes zum Schutz von Gletschern beschlossen. Die Abgeordnetenkammer stimmte nach stundenlanger Debatte mit 137 zu 111 Stimmen für die Vorlage, die den Schutz von Gletscher- und angrenzende Hochgebirgsgebiete einschränkt und neue wirtschaftliche Projekte – vor allem im Bergbau – ermöglichen soll, wie die Zeitung «La Nación» berichtete.

Gletscher
Das Parlament in Argentinien hat eine umstrittene Reform des Gesetzes zum Schutz von Gletschern beschlossen. - keystone

Künftig sollen nur noch jene Gletscher und angrenzenden Gebiete streng geschützt werden, die nachweislich eine relevante Funktion für die Wasserversorgung erfüllen. Die Provinzen erhalten dabei eine zentrale Rolle bei der Bewertung dieser Flächen und gewinnen damit mehr Einfluss auf die Nutzung natürlicher Ressourcen.

Die Regierung von Argentiniens ultraliberalem Präsidenten Javier Milei nennt die Reform «historisch». Damit kehre das Land «zu einem echten Umweltföderalismus und einer intelligenten, souveränen Politik bei der Nutzung seiner Ressourcen zurück». Zugleich argumentiert die Regierung, die bisherige Regelung habe Investitionen behindert und zu Fehlinterpretationen geführt. Ziel sei es, milliardenschwere Projekte insbesondere im Lithium- und Bergbausektor zu ermöglichen.

Kritiker werfen der Regierung hingegen vor, Umweltstandards zu lockern und Interessen der Bergbauindustrie zu bedienen. Mehrere Oppositionspolitiker kündigten an, die Reform wegen mutmasslicher Verfassungswidrigkeit vor Gericht anzufechten.

Seit 2010 gibt es in Argentinien einen umfassenden Gletscherschutz. Das Gesetz verbot bislang Eingriffe in die rund 17.000 Gletscher, da sie als strategische Wasserreserven gelten. Zugleich schrumpfen die Gletscherbestände in Argentinien seit Jahren deutlich, was vor allem auf den Klimawandel zurückgeführt wird. Selbst der lange als stabil geltende berühmte Perito-Moreno-Gletscher im Süden des Landes zieht sich immer stärker zurück. Milei leugnet den menschengemachten Klimawandel.

Kommentare

User #9916 (nicht angemeldet)

Ausverkauf in Argentinien, wer Geld hat kommt zum Zug.

User #6334 (nicht angemeldet)

Wie wollt ihr den ganze Gletscher schützen?? Mit Glacier Sonnenschutz 50'000 einreiben oder der Sonne verbieten, tagsüber drauf zu scheinen? Das Ganze ist ein vollkommen normaler, globaler, klimatischer Zyklus der seit Jahrmillionen abläuft! Keine Angst, irgendwann wird es wieder eine Eiszeit geben, und die ganze Welt versinkt unter einer kilometer dicken Eisdecke, dann dürft ihr euch alle wieder glücklich fühlen. Aber bis dahin, wird die wird die Entwicklung seinen gewohnten Lauf nehmen, und da kann rein gar niemand irgend was dagegen tun. Zudem, immer mehr Menschen, verbrauchen immer mehr Resourcen; ja klar, das beschleunigt natürlich das Eine oder Ander, aber das würde auch sonst genauso laufen, einfach ein paar Jährchen später. Wenn ihr glaubt, das alles für immer so bleibt, wie ihr es gerne hättet, so habe ich schlechte News für euch; das Klima stand auf unserer Kugel noch gar NIE seit der Entstehung des Klima, still!

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