Angesichts der Verstrickung des Volkswagen-Konzerns in Tierversuche beim Test von Dieselabgasen fordert der Betriebsrat eine eingehende Untersuchung.

«Wir werden hierzu eine umfassende Aufklärung einfordern», sagte Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh der «Welt» (Montag). «Wenn das so stimmt, dann hat das mit einwandfreiem ethisch-moralischen Verhalten nichts, aber auch gar nichts zu tun.» Sollten damalige Verantwortliche noch an Bord sein, «dann müssen personelle Konsequenzen geprüft werden», verlangte er.

Deshalb hatte die EUGT («Europäische Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor») – eine von VW, Daimler und BMW finanzierte Lobby-Initiative – sie beim US-amerikanischen Lovelace Respiratory Research Institute in Auftrag gegeben. Federführend war laut dem Studienleiter dabei VW.

VW T7
Volkswagen hat den neuen Multivan VW T7 vorgestellt. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der VW-Betriebsrat fordert die umfassende Aufklärung eines Testes an.
  • Dabei sollen Affen gezielt Schadstoffen ausgesetzt worden sein.

Der Autobauer hatte sich am Wochenende für die in den USA durchgeführten Versuche entschuldigt, bei denen Affen gezielt Schadstoffen ausgesetzt worden waren. Diese Tests waren Teil einer Studie, die beweisen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat.

EUGT gab Lobby-Initiative in Auftrag

Nach einem Bericht der «Stuttgarter Zeitung» (Montag) förderte die EUGT auch ein Experiment, bei dem sich menschliche Probanden dem Reizgas Stickstoffdioxid aussetzten; Autoabgase gelten als dessen wichtigste Quelle.

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