Trump kündigt «Projekt Freiheit» an – Tanker sollen durch Hormus

Simon Binz
Simon Binz, Keystone-SDA

Iran,

US-Präsident Donald Trump startet die Initiative «Projekt Freiheit», um blockierte Schiffe aus der Strasse von Hormus zu befreien – Iran warnt jedoch davor.

Iran Krieg
Donald Trump hat angekündigt, den blockierten Schiffen aus der Strasse von Hormus zu helfen. Iran warnte jedoch umgehend vor jeglicher Einmischung. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Trump will neutrale Schiffe aus der blockierten Hormus-Strasse begleiten.
  • Das US-Militär stellt 15’000 Soldaten, Lenkwaffenzerstörer und über 100 Fluggeräte bereit.
  • Iran wertet jede US-Einmischung als Bruch der Waffenruhe.

Im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump eine neue Initiative angekündigt: Mit «Projekt Freiheit» sollen Schiffe aus der weitgehend blockierten Strasse von Hormus befreit werden. Trump drohte auf Truth Social, gegen jegliche Behinderungen mit Härte vorzugehen.

Das US-Regionalkommando Centcom kündigte an, die Aktion mit Lenkwaffenzerstörern, mehr als 100 Fluggeräten, unbemannten Plattformen und 15’000 Soldaten zu unterstützen. Laut «Wall Street Journal» soll vorerst eine Koordinierungsstelle entstehen – Eskorten durch US-Kriegsschiffe sind aktuell nicht geplant.

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Vor dem Krieg passierte rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels die Meerenge. Seit Kriegsbeginn kontrolliert der Iran die strategisch wichtige Wasserstrasse. Die USA haben ihrerseits eine Seeblockade gegen iranische Häfen verhängt. Erst am Sonntag meldete die britische Behörde UKMTO zwei weitere Angriffe auf Schiffe in der Region.

Iran weist die US-Initiative zurück: Eine Einmischung gelte als Bruch der aktuell geltenden Waffenruhe, so der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi.

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Irans Militärführung: Warnung an US-Militär in Strasse von Hormus

09.39: Vor dem Hintergrund einer neuen US-Initiative in der Strasse von Hormus droht Irans Militärführung mit Angriffen.

«Wir warnen davor, dass jede ausländische Streitmacht, insbesondere die aggressive amerikanische Armee, angegriffen wird, sollte sie beabsichtigen, sich der Strasse von Hormus zu nähern und in diese einzudringen», sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

Fünf weitere Menschen im Iran hingerichtet

08.48: Im Iran sind fünf weitere Menschen in kurzer Folge hingerichtet worden. Drei Männer seien am frühen Morgen im Zusammenhang mit den Massenprotesten im Januar hingerichtet worden, berichtete die mit der iranischen Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan.

Protest
Im Januar kam es im Iran zu zahlreichen Massenprotesten. - keystone

Den Männern werde vorgeworfen, in der Stadt Maschad im Nordosten des Landes an Protesten teilgenommen und an einer Verschwörung mit Verbindungen zu Israel beteiligt gewesen zu sein.

Erst am Samstag hatte der Iran zwei Männer hingerichtet. Der oberste Gerichtshof habe die Todesurteile wegen der Spionage für Israel und Kooperation mit dem israelischen Geheimdienst bestätigt, hiess es ebenfalls bei Misan. Die Männer hätten vertrauliche Informationen weitergegeben.

Bericht: Aktuell keine Eskorten durch US-Kriegsschiffe geplant

05.05: Das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte auf der Plattform X mit, dass US-Streitkräfte Trumps Initiative «Projekt Freiheit» unterstützen würden.

Konkret sollen demnach Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 Fluggeräte, unbemannte Plattformen sowie 15'000 Soldaten das «Projekt Freiheit» unterstützen. Was ihre konkrete Aufgabe sein soll, wurde nicht erläutert.

Strasse von Hormus
Das US-Regionalkommando Centcom unterstützt die Trump-Initiative mit 15’000 Soldaten und Lenkwaffenzerstörern. - Screenshot/X

Das «Wall Street Journal» berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige US-Beamten, dass es sich bei dem Projekt um die Einrichtung einer Koordinierungsstelle zur Regelung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge handeln soll. Aktuell sieht die Initiative demnach nicht vor, dass Kriegsschiffe der US-Marine Schiffe durch die Strasse von Hormus eskortieren.

Trumps jüngster Plan ziele darauf ab, Minen zu orten und diese Informationen an Schiffe weiterzugeben, die die Meerenge passieren, damit sie diese Gefahren umgehen könnten. Auch abgesehen davon sollten allgemein die sichersten Routen für die Schifffahrt ermittelt werden, hiess es.

Trump will mit «Härte» gegen Behinderung für «Projekt Freiheit» vorgehen

04.15: Die USA wollen heute eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative «Projekt Freiheit» drohte Trump auf seiner Plattform Truth Social, dagegen mit Härte vorzugehen.

Iran warnt USA vor Aktionen in der Strasse von Hormus

03.30: Der Iran hat die USA vor Aktionen in der Strasse von Hormus gewarnt. Jede amerikanische Einmischung in der Meerenge werde als Verstoss gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X. Die Strasse von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch «Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert».

Behörde: Neuer Angriff auf Schiff in Strasse von Hormus

02.52: In der Strasse von Hormus ist erneut ein Schiff angegriffen worden. Ein Tanker sei von «unbekannten Projektilen» getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) auf der Plattform X mit.

Iran Krieg
Die UKMTO teilte in der Nacht auf Montag mit, dass erneut ein Tanker in der Strasse von Hormus angegriffen wurde. - Screenshot/X

Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntagabend in der strategisch bedeutenden Meerenge, rund 145 Kilometer nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Besatzung sei in Sicherheit und es seien keine Auswirkungen auf die Umwelt gemeldet worden.

Trump: USA wollen ab Montag feststeckenden Schiffen helfen

23.26: Die USA wollen nach Angaben von Trump an diesem Montag eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Strasse von Hormus feststecken. Länder aus der ganzen Welt hätten die USA darum gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu befreien, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

«Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der Vereinigten Staaten haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstrassen herausführen werden», damit sie ihre Geschäfte unbehindert fortführen könnten, betonte Trump. Es handele sich dabei um Schiffe aus Regionen der Welt, die nicht in den Iran-Krieg verwickelt seien.

Trump hormus iran
Donald Trump setzt im Iran-Krieg weiter auf Druck um den Iran zu einem Deal zu zwingen. - keystone

Trump bezeichnete die Initiative als «Projekt Freiheit», das beginnen werde, wenn im Nahen Osten Montagmorgen sei. Wie genau die USA dabei vorgehen wollen, führte er in seinem Post nicht aus.

«Ich bin mir voll und ganz bewusst, dass meine Vertreter sehr positive Gespräche mit dem Iran führen und dass diese Gespräche zu etwas sehr Positivem für alle führen könnten», fuhr Trump fort. Auch in diesem Fall nannte er keine Details.

Kommentare

User #1691 (nicht angemeldet)

Das ist ja das einzige was dort von interesse ist für die USA. Was sie in der Wüste machen interessiert sie nicht

User #8665 (nicht angemeldet)

Trump ist eine Chance für die Schweiz" - Marcel Dettling, Präsident SVP nach Trumps netter 39% Zoll-Ankündigung.

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