Iran: Trump kündigt Überprüfung eines Iran-Plans an
Bewegung im Iran-Krieg: Teheran legt einen 14-Punkte-Plan zur Beendigung der Kämpfe vor. Trump will den Vorschlag prüfen, dämpft aber sofort die Hoffnungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Iran legt 14-Punkte-Plan zur Kriegsbeendigung vor – über einen pakistanischen Vermittler.
- Trump prüft den Vorschlag, kündigt aber gleichzeitig neue Angriffe als Option an.
- USA bewilligen Waffenlieferungen im Wert von 25 Milliarden an Verbündete in der Regionl.
Seit Wochen liefern sich Washington und Teheran ein zähes diplomatisches Tauziehen. Jetzt kommt überraschend Bewegung in die festgefahrene Lage: Der Iran hat über pakistanische Vermittler einen 14-Punkte-Plan eingereicht. Darin fordert Teheran ein Kriegsende an allen Fronten, einschliesslich des Libanons, wo eine brüchige Waffenruhe zwischen Hisbollah und Israel gilt.
Die Forderungsliste hat es in sich: Garantien gegen militärische Aggressionen, der Abzug von US-Truppen aus der Region, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, die Aufhebung von Sanktionen sowie ein «neuer Mechanismus für die Strasse von Hormus». Die wichtige Meerenge ist seit Wochen für Handelsschiffe weitgehend blockiert.
Trump kündigte zwar an, den Plan zu prüfen, hält ihn aber für kaum akzeptabel. Der Iran habe «noch keinen ausreichend hohen Preis» gezahlt, schrieb er auf Truth Social – und drohte mit neuen Angriffen.
Gleichzeitig bewilligte Aussenminister Marco Rubio per Notfallbeschluss milliardenschwere Waffenlieferungen an Israel, Bahrain, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate – im Wert von über 25 Milliarden Dollar.
Im Nau.ch-Ticker erfährst du alles rund um den Iran-Krieg.
Trump kündigt Überprüfung eines Iran-Plans an
04.15: US-Präsident Donald Trump kündigt an, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Der Iran habe «noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (...), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat», begründete er seine Prognose.
Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. US-Präsident Donald Trump zeigte sich damit jedoch unzufrieden. Über Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.
Trump will mehr als 5000 Soldaten aus Deutschland abziehen
02.48: Trump hat den Abzug von US-Soldaten aus Deutschland bekräftigt. «Wir werden (die Truppenstärke) stark reduzieren, und zwar um weit mehr als 5000», sagte er auf dem Flughafen in Palm Beach im US-Bundesstaat Florida auf eine entsprechende Reporterfrage.

Am Freitag hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth den Abzug von 5000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Er solle in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein.
US-Regierung billigt Waffenexporte an Partner im Iran-Krieg
00.01: Das US-Aussenministerium hat milliardenschwere Waffenlieferungen an Bahrain, Israel, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate genehmigt.
Per Notfallbeschluss habe Aussenminister Marco Rubio acht Waffenlieferungen im Wert von über 25 Milliarden US-Dollar bewilligt, bestätigte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Durch den erklärten Notfall bedarf es anders als üblich keiner Zustimmung des Kongresses.












