Eine Journalistin wurde am Mittwoch erschossen. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte dies aufs Schärfste und fordert eine sofortige Untersuchung des Falls.
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen in New York City. (Archvibild) - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Westjordanland ist am Mittwoch eine Journalistin erschossen worden.
  • Der UN-Sicherheitsrat eine Aufarbeitung des Falles gefordert.
  • Laut der israelischen Armee gab es mit militanten Palästinensern ein Feuergefecht.

Nach dem Tod einer Journalistin im Westjordanland hat der UN-Sicherheitsrat eine Aufarbeitung des Falles gefordert. «Der Sicherheitsrat forderte eine gründliche, transparente, faire und unparteiische Untersuchung ihrer Tötung. Er betonte die Notwendigkeit, Rechenschaft abzulegen», hiess es in einer Mitteilung des mächtigsten UN-Gremiums.

Zudem verurteilten die 15 Ratsmitglieder den Tod der US-Palästinenserin Schirin Abu Akle «auf das Schärfste». Sie sprachen ihren Angehörigen ihr Beileid aus. Schirin Abu Akle vom katarischen TV-Sender Al-Dschasira war am Mittwoch im Westjordanland erschossen worden.

Feuergefecht während Razzia

Al-Dschasira beschuldigt israelische Sicherheitskräfte, die 51-Jährige vorsätzlich getötet zu haben. Nach Darstellung der israelischen Armee hatte es ein heftiges Feuergefecht mit Dutzenden militanten Palästinensern während einer Razzia gegeben. Ersten Zwischenergebnissen ihrer eigenen Untersuchung zufolge sei es nicht möglich, «eindeutig» zu bestimmen, von wo der tödliche Schuss kam.

Offenbare Gewalt israelischer Sicherheitskräfte gegen Teilnehmer bei Abu Akles Beerdigung hatte am Freitag international für Bestürzung gesorgt. Kritik kam unter anderem von den Vereinten Nationen, den USA sowie der Europäischen Union. Im Internet kursierende Bilder schienen israelische Sicherheitskräfte zu zeigen, die auf Menschen einprügeln, die einen Sarg tragen. Die Polizei sprach dagegen von Hunderten gewalttätigen Demonstranten, die unter anderem mit Steinwürfen für Unruhen gesorgt hätten.

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