Suche im Outback: Fünfjährige in Australien tot aufgefunden

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Australien,

Die vermisste fünfjährige Sharon Granites ist am Donnerstag von australischen Rettungskräften südlich der Stadt Alice Springs tot aufgefunden worden.

Outback
Die vermisste fünfjährige Sharon Granites ist am Donnerstag von australischen Rettungskräften südlich der Stadt Alice Springs tot aufgefunden worden. (Symbolbild) - AFP

Der Leichenfund sei eine «erschütternde Entwicklung», sagte Polizeikommissar Martin Dole auf einer Pressekonferenz. Am Freitag solle eine Obduktion durchgeführt werden, sagte Dole.

Seit dem Wochenende hatte die Polizei im Outback rund um die nordaustralische Kleinstadt Alice Springs intensiv nach dem Mädchen gesucht. Die kleine Sharon war in der Nacht zu Sonntag (Ortszeit) aus einem Haus im sogenannten Old Timers Town Camp am Stadtrand verschwunden.

Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass das Kind entführt wurde. Im Fokus steht ein 47-jähriger Mann, der sich zur Tatzeit ebenfalls in dem Haus in der indigenen Siedlung aufgehalten haben soll und erst wenige Tage zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden war.

Nach Angaben der Polizei hatte er eine rund 18-monatige Haftstrafe wegen schwerer Gewaltdelikte verbüsst. Er soll eine «lose Verbindung» zur Familie des Kindes gehabt haben. Zuletzt wurde er laut Ermittlern dabei beobachtet, wie er das Kind am späten Samstagabend an der Hand hielt. Seither fehlt von beiden jede Spur. Das Motiv der Tat ist weiterhin unklar.

In der abgelegenen Wüstenregion lief eine gross angelegte Suchaktion. Hunderte Einsatzkräfte durchkämmten gemeinsam mit Freiwilligen ein unwegsames Gebiet aus dichtem Buschland – zu Fuss, mit Geländemotorrädern, Pferden, Drohnen und Hubschraubern. Auch erfahrene indigene Fährtensucher waren im Einsatz.

Alice Springs liegt im sogenannten «Roten Zentrum» Australiens, nahezu exakt in der geografischen Mitte des Kontinents im Northern Territory. Die abgelegene Wüstenstadt im Outback ist von grossen Distanzen geprägt: Die nächsten Grossstädte, Adelaide im Süden und Darwin im Norden, sind jeweils mehr als 1.000 Kilometer entfernt.

Dutzende Freiwillige unterstützten die Suche, lokale Organisationen koordinierten die Einsätze. Die Familie des Mädchens wird von einem Krisenteam betreut.

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