So reagiert die Welt auf die US-Militäraktion in Venezuela

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    Venezuela,

    Donald Trump befahl dem US-Militär, Venezuela anzugreifen und den Präsidenten, Nicolás Maduro, festzunehmen. Das sind die internationalen Reaktionen darauf.

    Donald Trump, Nicolas Maduro
    Donald Trump hat einen Militärischen Angriff auf Venezuela angeordnet und den Präsidenten Nicolás Maduro aus dem Land schaffen lassen. (Archivbilder) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump löst mit seinem Angriff auf Venezuela international heftige Reaktionen aus.
    • Die Vorwürfe: Der US-Präsident handle illegal und verletze das Völkerrecht.
    • Selbst aus Trumps eigenen Reihen werden kritische Stimmen laut.

    Hat Donald Trump das Völkerrecht missachtet?

    Die jüngsten militärischen Aktionen der USA gegen Venezuela lösen weltweit heftige Reaktionen aus. Sogar aus den USA selbst wird Donald Trump kritisiert.

    Viele werfen dem US-Präsidenten vor, illegal gehandelt zu haben und gegen das internationale Recht verstossen zu haben.

    Die Schweiz ruft angesichts des US-Angriffs auf Venezuela zu Deeskalation, Mässigung und zur Einhaltung des internationalen Rechts auf.

    Auch das iranische Aussenministerium in Teheran verurteilt die US-Angriffe stark. Es sei ein klarer Bruch der UN-Charta sowie grundlegender Regeln des Völkerrechts. Der Iran bezeichnet die Aktion gegen den souveränen Staat als aggressiven Akt, der international verurteilt werden müsse.

    Auch Europa reagiert mit erhobenem Zeigefinger

    Das spanische Aussenministerium betont ebenfalls die UN-Charta, das Völkerrecht und die Wichtigkeit deren Einhaltung. Die Regierung in Madrid bot ihre Unterstützung für eine friedliche, durch Verhandlungen erzielte Lösung der Krise an.

    Vom «Weltpolizisten zum Weltmobber»

    Der demokratische US-Senator Ruben Gallego aus Arizona spricht sich klar gegen das Handeln der US-Regierung aus. Auf der Social-Media-Plattform X bezeichnete er den Krieg gegen Venezuela als illegal.

    Die USA hätten sich vom «Weltpolizisten zum Weltmobber» entwickelt, so Gallego. Es gebe keinen legitimen Grund für einen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Venezuela.

    Kritik aus dem eigenen Lager

    Selbst im Trump-Lager gibt es kritische Stimmen. Der republikanische Senator Mike Lee aus Utah äusserte Zweifel an der verfassungsrechtlichen Grundlage der Angriffe.

    Er sei gespannt auf die Begründung für den Militäreinsatz. Denn es gebe weder eine formelle Kriegserklärung noch eine Zustimmung des Kongresses zur Anwendung militärischer Gewalt.

    Auch Völkerrechts-Experte sieht möglichen Verstoss

    Die Angriffe des US-Militärs könnten gegen das in der UN-Charta festgelegte Gewaltverbot verstossen.

    Das sagt auch der Völkerrechts-Experte Thilo Marauhn vom Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung. Sowohl die Androhung als auch die Anwendung militärischer Gewalt seien in diesem Fall verboten.

    Bereiten dir die Spannungen zwischen Venezuela und den USA Sorgen?

    Laut Marauhn greifen keine Ausnahmen. Es habe weder ein Angriff auf die USA stattgefunden noch sei eine Genehmigung durch den US-Sicherheitsrat erfolgt.

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