Sechs Leichen nach Unglück in russischem Bergwerk geborgen

    Keystone-SDA
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    Russland,

    In einem russischen Bergwerk ist es am Donnerstag zu einem tödlichen Unglück gekommen. Nun wurden die ersten Leichen geborgen.

    Explosion
    Krankenwagen und Feuerwehrautos nahe der sibirischen Mine, wo sich die Explosion ereignet hat. - Governor of Kemerovo region press office photo via AP

    Das Wichtigste in Kürze

    • In einem Bergwerk in Sibirien ist es am Donnerstag zu einer Explosion gekommen.
    • Bei dem schweren Unglück sind 52 Menschen ums Leben gekommen.
    • Nun wurden die ersten Leichen geborgen – es handelt sich um sechs Bergleute und Retter.

    Nach dem schweren Unglück in einem russischen Kohlebergwerk mit 52 Toten sind die ersten Leichen geborgen worden. Drei tote Bergleute und drei tote Retter seien aus dem Schacht gehoben worden, teilte der Gouverneur des Gebiets Kemerowo, Sergej Ziwiljow, am Freitag im Nachrichtenkanal Telegram mit. Experten rechnen damit, dass es wegen Explosionsgefahr Tage dauern könnte, bis alle Leichen aus der Grube geborgen werden.

    In dem Bergwerk im Westen Sibiriens hatte sich am Donnerstagmorgen aus zunächst unbekannter Ursache eine Explosion ereignet.

    Zu diesem Zeitpunkt hielten sich nach Angaben des russischen Zivilschutzministers Alexander Tschuprijan 285 Menschen in der Grube auf, 239 Arbeiter konnten aus dem Schacht «Listwjaschnaja» im Kusnezker Kohlebecken (Kusbass) gerettet werden.

    «Grosse Tragödie»

    «Dies ist eine grosse Tragödie für das ganze Land», sagte Tschuprijan am Freitag. Den lokalen Gesundheitsbehörden zufolge schwebt keiner der rund 50 Verletzten, die in Krankenhäusern behandelt werden, in Lebensgefahr.

    Explosion
    Der Bürgermeister von Kemerowo, Sergei Tsivilyov, spricht nach dem Unglück mit den Medien. - Keystone

    Tschuprijan zufolge sollten Luftproben unter Tage genommen werden um festzustellen, ob weiter Explosionsgefahr drohe. «Die Inspektion des Bergwerks ist keine Frage von einem Tag.»

    Unterdessen gab es weitere Festnahmen. Neben dem Bergwerksdirektor und zwei führenden Mitarbeitern seien auch zwei staatliche Experten in Gewahrsam genommen worden, die den Schacht erst vor einer Woche überprüft hatten, teilte das Ermittlungskomitee mit.

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