Schweiz eröffnet humanitäres Büro

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    Syrien,

    Die offizielle Schweiz hat wieder ein Büro im Bürgerkriegsland Syrien. In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist nach Angaben des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) vor rund drei Wochen ein humanitäres Büro eröffnet worden.

    Aleppo
    Nach Kämpfen in Aleppo vereinbaren SDF und Regierungstruppen eine Waffenruhe. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Schweiz hat im Bürgerkriegsland Syrien eine humanitäre Vertretung eingerichtet.
    • Mit dem Büro will die Schweiz in Zukunft laut Bessler wieder eigene Hilfsprojekte in dem Land umsetzen.

    «Jetzt haben wir endlich Augen und Ohren in Damaskus», sagte Manuel Bessler, Delegierter des Bundes für humanitäre Hilfe, gegenüber «Heute Morgen» von Radio SRF am Donnerstag. Es handle sich allerdings nicht um eine politische oder diplomatische Vertretung.

    Mit dem Büro will die Schweiz in Zukunft laut Bessler wieder eigene Hilfsprojekte in dem Land umsetzen, zum Beispiel der Aufbau von Spitälern. Bisher unterstützte sie laut SRF mit 60 Millionen Franken pro Jahr vor allem andere Hilfsorganisationen.

    Es handelt sich laut Angaben von SRF um das erste Büro in Syrien eines europäischen Staats, abgesehen von der EU. Dem Bericht zufolge operiert das Büro zunächst von einem Hotelzimmer aus. Der Schweizer Büroleiter will demnach syrische Angestellte rekrutieren.

    Der Büroleiter kann nicht frei arbeiten. Die syrische Regierung entscheidet, ob er auch in Rebellengebiete reisen darf.

    Bundesrat: Keine Legitimation des Regimes

    Die Pläne für ein Schweizer Büro in Syrien waren bereits seit längerem bekannt. Es gehe ausschliesslich darum, den humanitären Bedürfnissen zu entsprechen, sagte im Mai der damalige Schweizer Aussenminister Didier Burkhalter. Dabei gehe es nicht um eine politische Legitimation des Regimes in Damaskus durch die Schweiz.

    Das Büro erlaube es, von der Schweiz finanzierte humanitäre Projekte zu führen, sagte Burkhalter. Zudem könnten die grossen humanitären Organisationen unterstützt werden.

    Die Schweiz hat seit mehreren Jahren versucht, Garantien für die humanitäre Arbeit vor Ort zu erhalten. In die rund sechsmonatigen Verhandlungen war demnach auch der Iran involviert.

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