Saudi-Arabien: Neun Aktivisten kommen trotz Kritik nicht frei

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    Morokko,

    Sie setzten sich für Frauenrechte ein und werden dafür im Gefängnis gehalten, weil sie damit den «Staat unterwandern wollen».

    Aktivisten in Vancouver kämpfen für die Freilassung der Frauenrechtler.
    Aktivisten in Vancouver kämpfen für die Freilassung der Frauenrechtler. - Twitter / Eva Uguen-Csenge

    Das Wichtigste in Kürze

    • Saudi-Arabien hat Mitte Mai 17 Frauenrechtler ins Gefängnis gesteckt.
    • Trotz internationalem Druck lässt das Land neun von ihnen nicht frei.

    Trotz internationaler Kritik weigert sich das ultrakonservative Saudi-Arabien, neun Frauenrechtsaktivisten frei zu lassen. Es gebe «hinreichende Beweise», dass die fünf Männer und vier Frauen den Staat unterwandern wollten und mit «feindlichen» ausländischen Mächten in Kontakt standen, schrieb die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung.

    Acht Aktivisten bereits freigelassen

    Demnach wurden in dem Fall Mitte Mai zunächst 17 Personen festgenommen, von denen acht inzwischen wieder freigelassen wurden. Die Restlichen, unter ihnen die prominente Frauenrechtlerin Ludschain al-Hathlul, haben nach saudischer Darstellung Geständnisse abgelegt. Al-Hathlul und andere Inhaftierte hatten in den vergangenen Jahren für die Aufhebung des Frauenfahrverbots gekämpft – und dieses auch erreicht.

    Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen verurteilte die Festnahmen: Die Festnahmen schienen nur mit den aktivistischen Tätigkeiten der Verhafteten zu tun zu haben, sagte eine Sprecherin.

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