Saudi Arabien erneut Ziel von Huthi-Angriffen
Die Huthi greifen erneut Saudi Arabien an und verschärfen damit die Spannungen am Golf. Riad reagiert mit militärischen Gegenschlägen.

Die Huthi haben erneut Saudi Arabien angegriffen und damit die Spannungen am Golf weiter verschärft. Nach Angaben der Miliz wurde eine ballistische Rakete auf den Flughafen King Khalid in Riad abgefeuert.
Saudi-Arabien meldete mehrere abgefangene Geschosse und Schäden durch herabfallende Trümmer am Flughafenterminal sowie an weiteren Einrichtungen. Augenzeugen berichteten von mehreren Explosionen in Riad, während Behörden zunächst keine direkten Opfer des jüngsten Angriffs meldeten.
Die Huthi warnten gleichzeitig vor möglichen Angriffen auf Ölanlagen und forderten Fluggesellschaften zum Einstellen von Verbindungen auf. «t-online» berichtet, dass die Miliz dabei ausdrücklich frühere Angriffe auf Anlagen des Ölkonzerns Aramco als Hintergrund nannte.
Saudi Arabien reagiert mit Gegenschlägen
Saudi Arabien reagiert mit eigenen Angriffen auf Huthi-Stellungen und meldet die Zerstörung zahlreicher militärischer Ziele im Jemen. Laut «Tagesschau» wurden dabei 82 Ziele in mehreren jemenitischen Provinzen angegriffen, darunter Raketenstellungen und Waffenlager.
Die Angaben stammen von der saudischen Militärkoalition und lassen sich unabhängig bislang nicht überprüfen. Gleichzeitig berichtete ein Huthi-naher Sender über saudische Luftangriffe auf den Flughafen der westjemenitischen Hafenstadt Hudaida.
Die militärische Eskalation könnte zudem weitere Staaten in den Konflikt hineinziehen und damit die regionale Lage zusätzlich destabilisieren. Syrien erwägt laut «Tagesschau» offenbar die Entsendung von Soldaten zur Unterstützung saudischer Truppen im Jemen.
Konflikt im Jemen verschärft sich
Auch die Türkei und Pakistan haben im Rahmen der sogenannten Mekka-Allianz bereits militärische Unterstützung für Saudi Arabien angekündigt. Im Jemen verschärft sich gleichzeitig der Kampf zwischen den Huthi und der international anerkannten Regierung weiter.

Die Regierung kündigte eine umfassende Offensive zur Rückeroberung der von den Huthi kontrollierten Gebiete an. «Stern» berichtet, dass die Huthi zuletzt strategisch wichtige Gebiete gewinnen konnten und der Konflikt dadurch weiter eskalieren könnte.
Die Folgen treffen zunehmend auch die Zivilbevölkerung, während die Kämpfe immer grössere Vertreibungsbewegungen auslösen. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind inzwischen mehr als 200000 Menschen im Jemen auf der Flucht.
















