Ruanda: Massengrab von Opfern des Genozids gefunden

    Melanie Thöne
    Melanie Thöne

    Ruanda,

    In Ruanda wurden die Überreste von mehr als 900 Opfern des Genozids von 1994 entdeckt. Über 800'000 Menschen verloren ihr Leben.

    Völkermord Ruanda
    Bei dem Völkermord in Ruanda waren 1994 rund 800'000 Tutsi und gemässigte Hutu getötet worden. (Archivbild). - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Ruanda wurde ein weiteres Massengrab entdeckt.
    • Es wurden Überreste von mehr als 900 Getöteten des Genozids von 1994 gefunden.
    • Der Fund unterstreicht die Bedeutung von Aufklärung, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung.

    In Ruanda wurde ein Massengrab mit Überresten von mehr als 900 Getöteten des Genozids von 1994 entdeckt. Das berichtet die ruandische Zeitung «The New Times». Die Toten wurden rund um eine Kirche im Bezirk Rusizi bestattet, wo Tausende Tutsi Schutz gesucht hatten. Innerhalb weniger Tage wurden sie von der Hutu-Miliz Interahamwe ermordet.

    800'000 Menschen durch Genozid in Ruanda gestorben

    Die Gräber nahe der Kirche sind das 53. entdeckte Massengrab im Land. Der Genozid von 1994 kostete mindestens 800'000 Menschen das Leben, darunter hauptsächlich Angehörige der Tutsi-Volksgruppe und moderate Hutu. Viele Menschen wurden auch in Kirchen getötet, in die sie geflüchtet waren.

    Die Entdeckung des Massengrabes unterstreicht die fortwährende Bedeutung von Aufklärung, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für die Verbrechen des Genozids.

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