Roter Halbmond: Erneut Verletzte nach israelischem Beschuss in Gaza

    Keystone-SDA
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    Trotz geltender Waffenruhe wurden im Gazastreifen erneut Verletzte nach israelischem Beschuss gemeldet. Die Armee erklärte, die Berichte prüfen zu wollen.

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    Im südlichen Gazastreifen wurde offenbar erneut Menschen bei Angriffen durch die israelische Armee verletzt. (Symbolbild) - keystone

    Trotz der herrschenden Waffenruhe im Gaza-Krieg hat es palästinensischen Angaben zufolge erneut Verletzte bei Zwischenfällen im Süden des Gazastreifens gegeben. So sei eine Person im Nordwesten der Stadt Rafah durch israelischen Beschuss schwer verletzt worden, hiess es aus Kreisen des nahegelegenen Nasser-Krankenhauses.

    Die Gegend steht unter israelischer Militärkontrolle. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe dem Bericht nach.

    Laut dem Palästinensischen Roten Halbmond soll es auch zwei Verletzte bei einem israelischen Luftangriff auf ein Fahrzeug in dem Ort Bani Suhaila gegeben haben. Ein israelischer Militärsprecher sagte, ihm sei der Bericht bekannt, er könne einen solchen Vorfall in der Gegend aber nicht bestätigen.

    Immer wieder schwere Angriffe

    Seit Inkrafttreten der Waffenruhe am 10. Oktober wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde bislang 93 Palästinenser getötet. Viele Todesopfer gab es vor rund einer Woche.

    Laut der israelischen Armee wurden am vergangenen Sonntag zunächst zwei Soldaten bei Angriffen im Süden des Gazastreifens getötet. Israel flog daraufhin die schwersten Luftangriffe seit Beginn der Waffenruhe. Krankenhausangaben zufolge kamen 44 Palästinenser ums Leben. Seitdem hat sich die Lage deutlich beruhigt.

    Es gibt aber immer wieder einzelne Zwischenfälle. Israels Armee hat eigenen Angaben nach etwa auf Personen gefeuert, die vom Militär kontrolliertes Gebiet jenseits der sogenannten «gelbe Linie», hinter die sich die israelische Armee als Teil der vereinbarten Waffenruhe zurückgezogen hat, betreten und sich Soldaten dort genähert haben. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.

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