Reisewarnung für Paris und Mittelmeerküste

    DPA
    DPA

    Bolivien,

    Urlaub an der Côte d'Azur, ein Städtetrip nach Paris: Das war in den vergangenen Wochen trotz Corona kein Problem. Die Lage hat sich aber nun für deutsche Urlauber geändert. Für Rückkehrer gelten nun: Test und Quarantäne.

    Die Bundesregierung hat wegen der Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für den Grossraum Paris sowie weite Teile der französischen Mittelmeerküste ausgesprochen. Foto: Michel Spingler/AP/dpa
    Die Bundesregierung hat wegen der Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für den Grossraum Paris sowie weite Teile der französischen Mittelmeerküste ausgesprochen. Foto: Michel Spingler/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Corona-Testpflicht für viele Urlauber aus Frankreich: Die Bundesregierung hat am Montagabend wegen der Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für den Grossraum Paris sowie weite Teile der französischen Mittelmeerküste ausgesprochen.

    Die Regionen Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d'Azur werden seitdem auf der fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institutes (RKI) als geführt. Solch eine Einstufung erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Aussen- und Innenministerium.

    Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Eine Reisewarnung geht weiter. Sie ist zwar kein Reiseverbot, aber eine abschreckende Wirkung ist beabsichtigt. Und sie hat eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Pauschalreisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

    Allerdings soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft und durch eine neue Regelung ersetzt werden. Entsprechende Vorschläge legten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Montag nach einer Schaltkonferenz vor.

    Im Grossraum Paris und in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, in der auch in die Hafenstadt Marseille liegt, hatte sich die Lage in der vergangen Wochen bereits verschärft. Die französische Regierung hatte Paris und das Département Bouches-du-Rhône am Mittelmeer als Zonen eingestuft, in denen das Virus aktiv zirkuliert. Das bedeutet, dass die regionalen Behörden dort das öffentliche Leben einschränken können - theoretisch etwa durch das Schliessen von Restaurants oder Märkten oder die Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

    In Paris zum Beispiel wurde die Maskenpflicht infolge der Einstufung massiv ausgeweitet - sie gilt nun auch unter freiem Himmel fast in der ganzen Stadt. In Paris ist die Zahl der Neuinfizierten pro 100. 000 Einwohner seit Anfang August wieder weit über 50 gestiegen. Blickt man aber zum Beispiel auf die Auslastung der Intensivbetten, ist die Stadt bisher im grünen Bereich.

    Frankreich wurde von der Corona-Pandemie besonders schwer getroffen - mehr als 30.500 Menschen sind bisher gestorben. Den Expertinnen und Experten macht derzeit vor allem Sorge, dass sich besonders viele junge Menschen mit dem Virus infizieren - aber keine oder kaum Symptome haben. Diese könnten dann wiederum ältere Menschen anstecken.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Sargans Raupe
    21 Interaktionen
    Im Sarganserland
    Céline Amaudruz
    508 Interaktionen
    Erste Kandidatin

    MEHR IN NEWS

    Frankfurt
    Lufthansa
    5 Interaktionen
    Bieterrennen
    2 Interaktionen
    Zürich

    MEHR AUS BOLIVIEN

    Polizisten in Bolivien bei Protesten in La Paz.
    3 Interaktionen
    Nach US-Vorwürfen
    Katzenart
    5 Interaktionen
    Leopardus tilcayo
    evo moraes
    1 Interaktionen
    Santa Cruz de la Sierra
    Cochabamba