Regierung schickt Tausende Soldaten nach Nordbrasilien
Wegen eines seit über einer Woche andauernden Streiks der Polizei entsendet die brasilianische Regierung 2000 Soldaten in den Bundesstaat Rio Grande do Norte im Nordosten des Landes.

Das Wichtigste in Kürze
- Regierung schickt aufgrund eines Polizeistreiks Tausende Soldaten nach Nordbrasilien.
- Die Polizisten in der Region fordern mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen.
- Seit die Polizisten ihre Arbeit niedergelegt haben, wurden in Natal zahlreiche Bankraube und Überfälle gemeldet.
«Heute schicken wir 500 Soldaten der Streitkräfte, damit sie die Sicherheit in den Ballungsgebieten Natal und Mossoró gewährleisten», sagte Verteidigungsminister Raul Jungmann am Freitag. «In den kommenden 48 Stunden folgen 1500 weitere Soldaten.»
Die Polizisten in der Region fordern mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen. Die Justiz hat den Streik für illegal erklärt und Geldstrafen gegen die Gewerkschaften verhängt.
Seit die Polizisten ihre Arbeit niedergelegt haben, wurden in Natal zahlreiche Bankraube und Überfälle gemeldet. Mit 69,5 Morden je 100'000 Einwohnern gilt Natal als die gefährlichste Stadt Brasiliens und zehnt gefährlichste Stadt weltweit.
Aufgrund von Kürzungen der Polizei-Etats wegen der schweren Haushaltskrise in Brasilien hat sich die Sicherheitslage in weiten Teilen des Landes zuletzt verschlechtert. Im Juli schickte die Regierung 8500 Soldaten in die Millionenmetropole Rio de Janeiro, um für Sicherheit zu sorgen.










