Westjordanland

    Raketenangriffe auf Israel dauern an – Festnahmen im Westjordanland

    Keystone-SDA
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    Israel,

    Medienberichten zufolge sind seit Freitag rund 160 Raketen auf Israel abgefeuert worden. Diese gingen auf offenem Gelände nieder oder wurden abgefangen.

    Raketen werden aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert. Israelische Streitkräfte haben bei Luftangriffen auf den Gazastreifen den Militärchef der extremistischen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) getötet. Foto: Fatima Shbair/AP/dpa
    Raketen werden aus dem Gazastreifen in Richtung Israel abgefeuert. Israelische Streitkräfte haben bei Luftangriffen auf den Gazastreifen den Militärchef der extremistischen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) getötet. Foto: Fatima Shbair/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Fatima Shbair

    Das Wichtigste in Kürze

    • Israels Streitkräfte haben am Freitag einen militanten Palästinenserführer getötet.
    • Seither dauern die Raketenangriffe auf Israel an.

    Nach der gezielten Tötung eines militanten Palästinenserführers im Gazastreifen haben die Raketenangriffe auf Israel am Samstagmorgen angedauert. In mehreren Städten im Süden des Landes waren Sirenen zu hören, wie das Militär mitteilte. Insgesamt wurden Medienberichten zufolge seit Freitag rund 160 Raketen auf Israel gefeuert. Sie gingen demnach auf offenem Gelände nieder oder wurden vom Raketenabwehrsystem Iron Dome abgefangen. Warnsirenen waren am Abend auch in mehreren Vororten Tel Avivs zu hören.

    Israels Streitkräfte hatten am Freitagabend den Militärchef der extremistischen Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad (PIJ) im Gazastreifen, Taisir al-Dschabari, getötet. Der hochrangige Kommandeur war dem Militär zufolge verantwortlich für zahlreiche Angriffe aus dem Gazastreifen. Militante Palästinenser reagierten mit Raketenbeschuss. Der Islamische Dschihad wird von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft.

    Grossangelegte Militäroperation Israels dauert an

    Die grossangelegte Militäroperation Israels dauerte in der Nacht an. Im Westjordanland gab es bei Anti-Terror-Razzien 20 Festnahmen, davon standen 19 in Verbindung mit dem Islamischen Dschihad, wie das Militär am Samstag mitteilte. Im Gazastreifen wurden zudem neben Militärposten mehrere Waffenproduktionsstätten sowie Raketenabschussanlagen angegriffen. Nach palästinensischen Angaben kamen mindestens zehn Menschen ums Leben, darunter neben Al-Dschabari ein fünfjähriges Kind und weitere PIJ-Mitglieder. Mindestens 79 Menschen seien verletzt worden.

    2019 hatte Israel bereits den Vorgänger von Al-Dschabari, Baha Abu al-Ata, gezielt getötet. Darauf folgten damals massive Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf israelische Orte und Gegenangriffe der israelischen Luftwaffe in dem Küstenstreifen. Nach einigen Tagen konnte mit Hilfe von Unterhändlern Ägyptens und der Vereinten Nationen eine Waffenruhe vereinbart werden.

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