Peru stoppt Rekord-Schmuggel von Quecksilber für Goldminen

    Keystone-SDA
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    Peru hat vier Tonnen flüssiges Quecksilber beschlagnahmt. Das Material hätte nach Bolivien geschmuggelt und für illegalen Goldabbau verwendet werden sollen.

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    Ermittler haben in Peru rund vier Tonnen Quecksilber sichergestellt. - keystone

    Peruanische Zollfahnder haben eine Rekordmenge an Quecksilber sichergestellt, das für illegale Goldminen in Bolivien bestimmt war. Rund vier Tonnen flüssiges Quecksilber könnten aus dem beschlagnahmten Material gewonnen werden – versteckt in 20 Tonnen zerkleinerter Steine, teilte die Zollbehörde Sunat mit.

    Aufgespürt wurde die Fracht in der Hafenstadt Callao durch gezielte Ermittlungen und den Einsatz spezieller Analysetechnik. Nach Einschätzung der Umweltorganisation EIA handelt es sich um die bislang grösste Quecksilber-Beschlagnahme in einem Amazonasland.

    Erhebliche Umweltschäden durch Quecksilber

    Quecksilber wird in der illegalen Goldgewinnung verwendet, um das Edelmetall aus dem Boden zu lösen. Quecksilber bindet effektiv Gold und erleichtert so die Gewinnung aus Gestein oder Sedimenten. Um das Edelmetall freizusetzen, wird das giftige Metall verdampft und gelangt so in die Atmosphäre.

    Im Amazonasgebiet verursacht es erhebliche Umweltschäden: Es verschmutzt das Wasser, oft sterben Fische. Die indigenen Bewohner können unwiderrufliche Schäden des Nervensystems davontragen. Ausserdem finanzieren sich kriminelle Organisationen wie die kolumbianische Rebellengruppe ELN über den illegalen Bergbau.

    Quecksilber-Schmuggel: Von Mexiko in den Amazonas

    Laut einem EIA-Bericht wurden zwischen 2019 und Mitte 2025 rund 200 Tonnen Quecksilber illegal gehandelt – der grösste jemals weltweit registrierte Schmuggel des giftigen Metalls. Nach Erkenntnissen der EIA stammt ein Grossteil davon aus Minen in Mexiko und wird für den Einsatz in südamerikanischen Goldminen verwendet.

    Daraus wurden nach konservativen Schätzungen mindestens acht Milliarden US-Dollar an illegalem Gold produziert, gemessen am aktuellen Goldpreis.

    «Der giftige Fluss von Quecksilber in illegale Goldminen im Amazonasgebiet wurde über viele Jahre als unausweichlich dargestellt und hingenommen – es ist an der Zeit, diesen Status Quo infrage zu stellen, der Amazonas-Gemeinschaften schadet und organisierten Kriminellen nützt», forderte EIA-Geschäftsführer Alexander von Bismarck.

    Kommentare

    User #6088 (nicht angemeldet)

    Nur Quaksalber brauchen Quecksilber.

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